Ländervereinbarung unterzeichnet: Vorplanung für Reaktivierung der Bahnverbindung Bergedorf-Geesthacht kann starten
Gute Nachrichten für Pendlerinnen und Pendler: Eine Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf-Geesthacht rückt einen Schritt näher. Denn die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein haben bei der gemeinsamen Kabinettssitzung in Hamburg am 29. September 2026 eine Ländervereinbarung unterzeichnet.
Die AKN Eisenbahn GmbH soll nun mit der Vorplanung beauftragt werden. Ziel ist eine Regionalbahn-Verbindung im 20-Minuten-Takt. Auch eine zusätzliche direkte Regionalexpress-Verbindung zum Hamburger Hauptbahnhof wird geprüft. Wenn die Vorplanung fertig ist, wird über das weitere Vorgehen entschieden. Eine erste grobe Kostenschätzung aus dem Jahr 2024 hatte die Gesamtkosten auf circa 177 Millionen Euro beziffert für den zweigleisigen Ausbau der 14 Kilometer langen Strecke inklusive Elektrifizierung und Reaktivierung bzw. Neubau von Stationen. Im Rahmen der Vorplanung wird eine detailliertere Kostenschätzung aufgestellt. Auf schleswig-holsteinischer Seite wird die Reaktivierung der Strecke als InfraSpot.SH Projekt vorangetrieben. Es ist zudem geplant, eine Förderung aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes zu beantragen.
„Das sind sehr positive Nachrichten für die Stadt Geesthacht und die Region. Wir fordern schon viele Jahre eine Schienenanbindung an Hamburg, die nun einen weiteren Schritt näher rückt“, sagt Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze. Die Geesthachter Ratsversammlung hatte bereits 2012 mehrheitlich beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass alle Möglichkeiten einer Personenbeförderung auf der Schiene zwischen Geesthacht und Hamburg untersucht würden. „Eine Bahnverbindung von Geesthacht nach Hamburg wäre ein großer Zugewinn für den Wohn- und den Wirtschaftsstandort Geesthacht. Viele unserer Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten in Hamburg oder verbringen dort Teile ihrer Freizeit. Durch eine schnelle Zugverbindung in die Hansestadt würden Pendlerinnen und Pendler Zeit und Nerven sparen. Die Reaktivierung der Bahntrasse würde zudem unser Straßennetz entlasten und einen Beitrag zu der für das Klima so wichtigen Mobilitätswende leisten“, betont Olaf Schulze. „Darüber hinaus würde die Bahnanbindung Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützen, was wiederum der Stadt und ihren Einwohnenden zugutekäme.“