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Luftqualität an der Alfred-Nobel-Schule: Das ist der aktuelle Stand

Quelle: Stadt Geesthacht

Wie kann die Luftqualität in Unterrichtsräumen der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule (ANS) verbessert werden? Dieses Thema geht die Stadtverwaltung Geesthacht in den Sommerferien, die bis zum 14. August gehen, weiter an.

Unfallkasse, Schule, Verwaltung sind sich bei Ortstermin einig

Wichtig für die grundsätzliche Einordnung der Lüftungssituation: Die Alfred-Nobel-Schule wurde 1995 fertiggestellt und ist durch ihre runde Form ein charakteristisches Bauwerk Geesthachts. Seit ihrer Eröffnung sind die Fenster in den oberen Stockwerken nur 12 Zentimeter zu öffnen. Der Grund: Bei voll geöffnetem Fenster könnten Schülerinnen und Schüler aus den Fenstern fallen, da die vorgegebene Brüstungshöhe von einem Meter unterschritten wird, wenn die Fensterbank als Aufstiegshilfe genutzt würde. Von Seiten der Schule wird aktuell die Luftqualität in den Unterrichtsräumen bemängelt und die Stadt Geesthacht, die für das Schulgebäude verantwortlich ist, prüft unterschiedliche Möglichkeiten, um die Situation vor Ort zu verbessern. Bei einer Begehung der ANS mit der Unfallkasse Nord, an der auch Vertretende der Schule und der Verwaltung teilnahmen, waren sich im Februar 2026 die Beteiligten einig: Die Absturzgefahr durch vollständig zu öffnende Fenster ist höher zu bewerten als eine temporär eingeschränkte Luftqualität.

Stadtverwaltung verfolgt derzeit drei Lösungsansätze

Zum aktuellen Stand der Maßnahmen an der ANS: Derzeit werden drei Lösungsansätze verfolgt, um das Öffnen sämtlicher Fenster unter Berücksichtigung der erforderlichen Absturzsicherung zu ermöglichen.

Die erste Variante sieht die Anbringung einer außenliegenden Absturzsicherung vor. Nach Rücksprache mit einem Statiker würde sich die Umsetzung jedoch schwierig gestalten, da die vorhandene Pfosten-Riegel-Fassade die erforderliche Anpralllast von 100 kg per Versuch nachgewiesen werden müsste. Als zweite Variante wird von Seiten der Verwaltung der Einbau einer ordnungsgemäßen Fensterbrüstung auf der Innenseite geprüft. Hierfür sind zunächst die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln sowie ein Umsetzungskonzept zu entwickeln.Dritte Variante: In den Sommerferien wird in einem Referenzklassenraum (6d) ein bestehendes Fensterelement umgerüstet, was einen besseren Luftaustausch ermöglichen soll. Konkret geht es um den Umbau der Pfosten-Riegel-Konstruktion, die durch ein Element mit feststehendem unteren Fensterteil (Kämpfer) ersetzt werden soll.

Protokolle zur Luftqualität: Werte reichen von „gut“ bis „inakzeptabel“

Nach Abwägung aller Faktoren werden die Varianten auf ihre Umsetzbarkeit und ihren Nutzen bewertet.

Zudem werden in den Ferien die Ergebnisse der Messungen zur Luftqualität, die über mehrere Wochen in Absprache mit der Stadtverwaltung von Seiten der Schule in einem Referenzklassenraum durchgeführt wurden, weiter eingeordnet und möglicherweise Maßnahmen abgeleitet. Zum weiteren Verständnis: Die dokumentierten Werte sind als Tendenzen zu werten, da nicht alle Aufzeichnungen vollständig und miteinander vergleichbar sind. Beispielsweise ist anhand der Aufzeichnungen die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die sich im Raum befinden, nicht deutlich erkennbar. Dieses spielt für die Einordnung der Messwerte aber eine wichtige Rolle. Zudem erfolgte die Datenerhebung mittels handelsüblicher, so genannter CO2-Ampeln, die technisch und in ihrer Handhabung keinen wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechen. Dennoch ein Blick auf die Notizen: Die aufgezeichneten Werte ergeben ein breites Bild von Phasen, in denen die Luftqualität (laut CO2 PPM Richtwerten) in dem Klassenraum als gut (etwa 14,5 Prozent der notierten Werte), grenzwertig/schlecht (etwa 42,8 Prozent der notierten Werte) bis hin zu belastend/inakzeptabel (etwa 42,7 Prozent der notierten Werte) zu kategorisieren ist. Als „inakzeptabel“ werden dabei die Maximalwerte bezeichnet (etwa 15 Prozent der notierten Werte), welche intensives Lüften erforderlich machen.