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Zeichen gegen das Vergessen: Kinder- und Jugendbeirat reinigt Geesthachter Stolpersteine

Der Geesthachter Kinder- und Jugendbeirat hat zusammen mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung die zwei Stolpersteine in der Stadt Geesthacht gereinigt und ihnen wieder neuen Glanz gegeben – damit man auch wieder darüber „stolpert“. Unter dem Schlagwort „Gegen das Vergessen“ wurden zudem Blumen niedergelegt, um den Verstorbenen zu gedenken.

Über die Initiative „Stolpersteine im Norden“ ist der Jugendbeirat auf die Aktion aufmerksam geworden. In jedem Frühjahr werden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Stolpersteine gereinigt. In Geesthacht gibt es insgesamt zwei Stolpersteine. Sie befinden sich in der Norderstraße 22 (für Johann Lerchl - ein Mitglied der SPD, der im August 1944 verhaftet wurde und nach Neuengamme kam) sowie in der Johannes-Ritter-Straße 30 (für Rochus Pansa – ein Mitglied der KPD, der am 20. April 1944 verhaftet wurde, nach Neuengamme kam und bei einem Transport nach Lübeck am 25. April 1944 starb).

Der Kinder- und Jugendbeirat hat im Rahmen seiner Satzung unter anderem die Aufgabe, zur politischen Bildung der Kinder und Jugendlichen in Geesthacht beitragen und wollte dies unter anderem in einem ersten Schritt mit dieser Aktion gerne umsetzen. Marie Dassler vom Kinder- und Jugendbeirat fasst treffend zusammen, warum die Beiratsmitglieder die Aktion wichtig finden und mitgemacht haben: „Die Stolpersteinaktion zeigt Respekt gegenüber den Opfern der NS-Zeit und hält ihre Erinnerung lebendig. Wir haben mitgemacht, um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und Verantwortung für die Erinnerung zu übernehmen“. Die Beirats-Vorsitzende Klara Klemt führt hierzu noch aus, dass die Aktion einerseits dazu dient, sich „an das zu erinnern, was in der Vergangenheit war“, aber andererseits sich auch „daran zu erinnern, dass sowas bitte nicht nochmal passieren sollte“.

Josefine Dettmer von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt zeigt sich vom Engagement der Mitglieder begeistert und freut sich, dass dem Kinder- und Jugendbeirat die Erinnerungsarbeit ebenso ein wichtiges Anliegen ist, denn die Geschichte sollte sich nicht wiederholen und es brauche auch junge Menschen, die solch ein Engagement mittragen, präsent machen und aufklären.

Bild vergrößern: Nie wieder ist jetzt © Stadt Geesthacht / Josefine Dettmer
Ein Zeichen gegen das Vergessen: der Kinder- und Jugendbeirat hat die Geesthachter Stolpersteine gereinigt.
Bild vergrößern: Putzaktion Jugendbeirat © Stadt Geesthacht / Josefine Dettmer
Auf dem Bild ist ein Teil des Beirats zu sehen, der sich in zwei Teams aufgeteilt hat, es fehlen also noch drei Mitglieder der anderen Gruppe. Hier kümmern sich Klara Klemt, Marie Dassler und Cedric Blank (von links) um den Stolperstein für Rochus Pansa in der Johannes-Ritter-Straße 30.
Bild vergrößern: Putzaktion Jugendbeirat in Aktion © Stadt Geesthacht / Josefine Dettmer
Auf dem Bild ist ein Teil des Beirats zu sehen, der sich in zwei Teams aufgeteilt hat, es fehlen also noch drei Mitglieder der anderen Gruppe. Hier kümmern sich Klara Klemt, Marie Dassler und Cedric Blank um den Stolperstein für Rochus Pansa in der Johannes-Ritter-Straße 30.