Vernissage »Küstenkonturen« im GeesthachtMuseum! gefeiert
Mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Porträts, persönlichen Geschichten und zahlreichen Gästen ist im GeesthachtMuseum! die Ausstellung „Küstenkonturen“ eröffnet worden. Die Ausstellung zeigt Fotografien des Fotografen Sven Zimmermann, die gemeinsam mit Interviews des Redakteurs Kay Müller über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren entstanden sind.
Für das Projekt begleiteten Zimmermann und Müller insgesamt 15 Menschen aus Schleswig-Holstein. Entstanden sind dabei authentische Porträts und Gespräche mit Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Wissenschaft, aber auch mit Menschen, deren Lebensgeschichten selten öffentlich erzählt werden – darunter eine Lehrerin auf Hallig Hooge oder ein ehemaliger Reaktorfahrer. Die Fotografien dokumentieren Veränderungen, die das Leben mit Menschen macht – sichtbar in den Interviews ebenso wie in den eindrücklichen, bewusst ungeschönten Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Zur Vernissage begrüßte Bürgermeister Olaf Schulze die Gäste und betonte die besondere Verbindung der Ausstellung zur Elbestadt: „Küstenkonturen passt hervorragend nach Geesthacht. Die Elbestadt gilt als Beginn der Nordseeküste und mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon, das sich intensiv mit Klima- und Küstenforschung beschäftigt, ist der Bezug zur Küste auch wissenschaftlich fest in Geesthacht verankert.“ Zudem spiegelten die vielfältigen porträtierten Persönlichkeiten auch die Vielfalt Geesthachts wider. Deshalb freue er sich besonders, dass die Ausstellung nach ihrer ersten Station in Kiel nun in Geesthacht gezeigt werde.
Ebenfalls Grußworte sprach Björn Engholm, der das Projekt seit längerer Zeit begleitet. Er würdigte die besondere Qualität der Arbeiten von Kay Müller und Sven Zimmermann: „Das sind faszinierende Porträts aus dem echten Norden.“ Weiter sagte Engholm: „Es sind Bilder von Menschen, die trotz aller Unterschiedlichkeit Teil ein und derselben Gemeinschaft sind. Dieses Werk ist ein substantieller Beitrag gegen alles, was trennt und ein ästhetisches Votum für eine von Vielfalt geprägte Gesellschaft.“
Im Anschluss an die Grußworte nutzten viele Gäste die Gelegenheit, mit Fotograf Sven Zimmermann ins Gespräch zu kommen und sich über die Entstehung des Projektes auszutauschen. Unter den Gästen waren auch zwei der porträtierten Personen: die Schauspielerin Seide Noffke sowie Manuela Warda, deren Geschichte das Leben auf der Hallig thematisiert. Auch der Verlag war vertreten: Björn Bedey präsentierte das Buch „Küstenkonturen“ an einem Büchertisch. Zudem besuchte Dr. Bernd Brandes-Druba von den Sparkassen-Stiftungen Schleswig-Holstein die Vernissage. Die Sparkassen-Stiftungen haben die Ausstellung finanziell unterstützt.
Die Idee zu „Küstenkonturen“ entstand bereits vor mehreren Jahren. Ziel der Autoren war es, einen authentischen Querschnitt durch Schleswig-Holstein sichtbar zu machen. Die Fotografien zeigen keine inszenierten Aufnahmen, sondern ehrliche Momentaufnahmen von Menschen und ihren Lebenswegen in einer Zeit voller gesellschaftlicher Veränderungen, Krisen und Herausforderungen.
Die Ausstellung „Küstenkonturen“ ist noch bis zum 7. Juni im GeesthachtMuseum! an der Bergedorfer Straße 28 zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei. Geöffnet ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Tourist-Information: montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 13.30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr. An Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.