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Mobilität von morgen: Aktion zum Verkehrsentwicklungsplan in Fußgängerzone geplant

Quelle: Stadt Geesthacht

Wie sieht die Mobilität von Morgen in Geesthacht aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadtverwaltung Geesthacht seit Anfang 2025 intensiv. Gemeinsam mit dem Verkehrsplanungsbüro Planersocietät und dem Kommunikationsbüro TOLLERORT entwickeln & beteiligen arbeitet die Stadt an der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) – und beteiligt an diesem Prozess intensiv die Öffentlichkeit. Zuletzt hatten Interessierte in der Alfred-Nobel-Schule (ANS) Gelegenheit dazu, ihre Ansätze bei einem Workshop einzubringen und zu diskutieren. Diesem Treffen waren bereits verschiedene weitere Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung vorausgegangen, wie beispielsweise eine Online-Befragung und eine Jugendmobilitätskonferenz. Und am 18. April folgt die nächste Möglichkeit der Beteiligung.

Prozess gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gestalten

Im Mittelpunkt der aktuellen Werkstatt, an der rund 40 Personen aus allen Geesthachter Stadtgebieten teilnahmen, standen bereits erarbeitete Maßnahmenvorschläge für die zukünftige Mobilitätsentwicklung und deren Priorisierung. „Der VEP thematisiert die Mobilität der kommenden 10 bis 15 Jahre. Es ist wichtig, diesen Prozess gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Geesthacht zu gestalten. Jede Rückmeldung hilft, Maßnahmen passgenau und zukunftsorientiert an vielfältigen Bedürfnissen auszurichten“, erklärt Nico Bendschneider, Mobilitätsmanager der Stadt Geesthacht, der die Teilnehmenden der Werkstatt begrüßte.

Das sagten die Teilnehmenden der Werkstatt

Das Ergebnis des anschließenden Austauschs: Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger wünschen sich Maßnahmen, die den Fuß- und Radverkehr verbessern. So sollte das Radverkehrsnetz weiter ausgebaut werden – vor allem Verkehrsknotenpunkte. „Wir freuen uns sehr darüber, dass auch aus Sicht der Bevölkerung der Fuß- und Radverkehr einen höheren Stellenwert erhalten soll, denn nur wenn Alle an einem Strang ziehen, kann die Mobilitätswende gelingen“, sagt Sina Döhring aus dem Fachdienst Stadtplanung der Geesthachter Stadtverwaltung im Nachhinein. Für den Fußverkehr würden barrierefreie, sichere Querungen im Mittelpunkt der Diskussion stehen, auch wenn diese bekanntermaßen im Bereich von Bundesstraßen schwer zu realisieren sind, da die Stadt Geesthacht hier keine Entscheidungshoheit hat.

ÖPNV und ZOB hatten für Interessierte hohe Priorität

Hohe Priorität räumten die Teilnehmenden des Workshops außerdem dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein. Ein attraktives ÖPNV-Angebot sei Voraussetzung für den Wechsel vom Pkw zu Bus/Schiene und damit für eine Veränderung des eigenen Mobilitätsverhaltens. In diesem Zusammenhang sprachen sich Werkstattteilnehmende für den Ausbau des ZOB und dessen weiteren Umfelds aus. E-Scooter könnten als Ergänzung zum Fahrrad genutzt werden. Ein weiterer Vorschlag aus der Reihe der Bürgerinnen und Bürger: Weitere Parkmöglichkeiten an Schnittstellen außerhalb des Zentrums, um den Pkw-Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren.

Aktion in der Fußgängerzone geplant

Die weiteren Schritte: Die Ergebnisse der Werkstatt werden in die Überlegungen einbezogen, an dessen Ende ein Maßnahmenkonzept für den VEP stehen wird. Ein weiteres Angebot zur Beteiligung gibt es für Interessierte am 18. April 2026. Dann werden die Maßnahmenvorschläge vormittags und mittags in der Fußgängerzone (Bergedorfer Straße, Höhe Nessler) vorgestellt. „Wir wollen mit diesem Termin an einem Sonnabend zusätzliche Personengruppen ansprechen und deren Perspektiven in die weiteren Überlegungen einbeziehen“, erklärt das Planungsteam.

Weitere Informationen zum Verkehrsentwicklungsplan gibt es hier auf unserer Website.