Die Bewirtschaftung des Waldes erfolgt nach einem Zehn-Jahres-Plan, dem sogenannten Forsteinrichtungswerk. Für die Besenhorster Sandberge sieht das Forsteinrichtungswerk das Entwicklungsziel "Naturschutz" vor. Eine forstliche Nutzung findet nicht statt. Es erfolgt lediglich die Entnahme standortfremder Gehölze, wie zum Beispiel Hybrid-Pappeln, Fichten und Robinien.
Für die Heidberge wird eine naturnahe Waldbewirtschaftung vorgesehen. Das Forsteinrichtungswerk formuliert langfristige und mittelfristige Ziele. Daraus wird ein Maßnahmenkatalog abgeleitet, der dem Förster vor Ort als Handlungsanweisung für seine waldbaulichen Maßnahmen dient.
Langfristige Ziele aus dem Forsteinrichtungswerk:
Ziel der Waldwirtschaft des Stadtwaldes von Geesthacht ist die Erhaltung, Vermehrung, Entwicklung und Nutzung multifunktionaler, naturnaher dynamischer Waldökosysteme, um
- möglichst alle Waldfunktionen auf jeder Fläche zur Verfügung zu stellen und nur in Ausnahmefällen zu Gunsten einer Funktion vorzunehmen,
- möglichst ästhetische Wälder aufzubauen, die die Erholungsfunktion sichern,
- sie als naturnahen Lebensraum möglichst aller tier- und Pflanzenarten der heimischen Wälder und deren abiotischen Grundlagen zu sichern
- insbesondere die Erzeugung des nachwachsenden Rohstoffes Holz in möglichst großer Sortimentsvielfalt zu sichern und unter strenger Beachtung des ökonomischen Prinzips zu nutzen, um so einen möglichst großen Deckungsbeitrag der Stadt zu erbringen,
- die Pflege und Bewirtschaftung unter Ausnutzung aller biologischen Rationalisierungsmöglichkeiten so natur- und menschenschonend wie möglich durchzuführen.
Für das Jahr 2011 wurde das Forsteinrichtungswerkes fortgeschrieben. Die Fortschreibung erfolgt durch einen externen Forsteinrichter. Die vorgelegte Planung muss noch vom Fachausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Geesthacht beschlossen werden.