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Praxis-Tipp zum Prüfablauf

Nach dem voran Ausgeführten ergibt sich folgende wirtschaftlich sinnvolle Vorgehensweise: In einem ersten Schritt sollte stets eine Wasserdichtheitsprüfung des gesamten Netzes durchgeführt werden. Das eröffnet bei Prüfbefund "dicht" die Möglichkeit, auf dem schnellsten und kostengünstigen Wege das Verfahren abzuschließen. Bei Befund "undicht" sollte eine geeignete (das heißt abbiegefähige!) Kanalfernseheinheit unmittelbar vor Ort verfügbar sein, um die Ursache der Undichtigkeit zu identifizieren.

Die TV-Inspektion sollte sofort anschließend durchgeführt werden, denn

  • das verhindert Zeitverluste (für die Suche nach einem Kanal-TV-Dienstleister) 
  • das reduziert Kosten für eine erneute Anfahrt

Das abströmende Prüfwasser hat durch seine Schleppkraft erhebliche Reinigungswirkung in der Grundleitung; so kann günstigen Falls eine TV-Inspektion sofort ohne zusätzliche Spülreinigung durchgeführt werden, die ansonsten in jedem Falle erforderlich wäre. Durch diese Vorgehensweise wird außerdem von vorn herein vermieden, dass im zweiten Arbeitsgang, der optischen Zustandserfassung, über die Interpretation optischer Befunde kontrovers diskutiert werden muss. Die Undichtigkeit ist in diesem Falle bereits klar erwiesen und es geht darum, Art und Lage der Schäden zur Vorbereitung der Sanierung festzustellen. In diesem Fall hat aber die Wasserdichtheitsprüfung "ganz nebenbei" schon eine wichtige Vorinformation für die Wahl der möglichen Sanierungsverfahren geliefert!