Das Miteinander der Verkehrsteilnehmenden auf unseren Straßen und Wegen
Liebe Geesthachterinnen und liebe Geesthachter,
nach einer eher unbeständigen Wetterlage lässt sich die Sonne in diesen Tagen wieder etwas häufiger blicken. Viele von uns zieht es dann noch öfter in die Natur und auch in unsere Innenstadt – und das bringt mich auf ein Thema, das in den vergangenen Tagen wieder häufiger an mich herangetragen worden ist: Das Miteinander der Verkehrsteilnehmenden auf unseren Straßen und Wegen.
Geesthacht ist eine vielfältige Stadt mit Einwohnenden mit unterschiedlichen Bedürfnissen. In den vergangenen Jahren haben Politik und Stadtverwaltung große Anstrengungen unternommen, damit unsere Stadt noch lebens- und liebenswerter wird. Wir haben unter anderem an freiwilligen Ausgaben für kulturelle Veranstaltungen und Einrichtungen festgehalten. Und wir haben in den Ausbau der Infrastruktur für Radfahrende investiert, um die klimafreundliche Mobilität noch attraktiver für den Einzelnen zumachen. An vielen Stellen ist uns das bereits gelungen, an anderen werden wir dieses Ziel weiterverfolgen. Damit unsere Stadt aber möglichst für alle Einwohnenden attraktiv ist, muss nicht nur von Politik und Verwaltung ein guter Rahmen geschaffen werden. Das Bild im Inneren gestalten die Menschen, die sich im Rahmen bewegen zu einem Großteil mit. Darum möchte ich an dieser Stelle appellieren: Bitte nehmen Sie aufeinander Rücksicht und malen Sie mit uns gemeinsam ein schönes Bild von Geesthacht. Konkret heißt das beispielsweise: In der Einkaufsstraße sind uns Zufußgehende genauso willkommen wie Personen, die mit einem Fahrrad oder Roller unterwegs sind. Aber sie müssen aufeinander Rücksicht nehmen, damit sich alle wohlfühlen und damit alle sicher sind. Roller und E-Scooter mit Kennzeichen dürfen in der Fußgängerzone nicht fahren, sondern müssen geschoben werden. Und auch Radfahrende müssen Rücksicht nehmen. Auf gemeinsamen Geh- und Fußwegen beispielsweise haben Radfahrende sich Zufußgehenden unterzuordnen. Der wassergebundene Weg an der Elbe beispielsweise ist für Radfahrende zwar freigegeben, aber grundsätzlich ein Gehweg.
Bitte bedenken Sie diese Hinweise, wenn Sie im Stadtgebiet unterwegs sind. Nur wenn wir aufeinander achten und sensibel für die Position des anderen sind, können wir alle unsere schöne Stadt und die vielseitigen Möglichkeiten, die sie bietet, genießen.
Ihr Bürgermeister
Olaf Schulze
(erschienen am 9. August 2025 im Wochenend-Anzeiger)