Wir leben in einer grünen Stadt
Liebe Geesthachterinnen und liebe Geesthachter,
wir leben in einer grünen Stadt. Egal, in welchem Ortsteil wir leben, Wald oder Elbe sind nie weit. Als Einwohnende wissen wir das als Erholungsfaktor zu schätzen, und als Stadtverwaltung versuchen wir, den Erhalt unserer Flora und Fauna bestmöglich zu unterstützen. Ein Beispiel dafür: Seit Jahren entstehen im Stadtgebiet in unseren Grünanlagen und Grünstreifen immer mehr Blühinseln, die das Insektensterben verlangsamen und im besten Fall in Geesthacht entgegenwirken sollen. Nach und nach ist es uns gelungen, Blühlücken zu schließen, so dass Bienen, Hummeln und Co. vom Frühjahr bis in den Winter hinein nahezu ununterbrochen im Stadtgebiet Nahrung finden können. Im Jubiläumsjahr – 2024 jährt sich die Ernennung Geesthachts zur Stadt zum 100. Mal – sind wir alle ganz besonders aufgefordert, unsere ganz persönlichen Blühinseln zu schaffen. Die entsprechenden Saatgutmischungen, die regionale und vor allem insektenfreundliche Pflanzen enthält, gibt es kostenfrei in der Tourist-Information im Krügerschen Haus. Greifen Sie gerne zu!
Im öffentlichen Bereich werden in Sachen Blüten jedes Jahr und über das ganze Jahr das Team unserer Städtischen Betriebe tätig: Die Mitarbeitenden pflanzen unter anderem Stauden, halten Beete und Blumenkübel in Schuss. Umso ärgerlicher, dass immer wieder Blumenliebhaber meinen, sie könnten sich bei den Bepflanzungen bedienen… Gerade dieses Jahr ist es vermehrt vorgekommen, dass Pflanzen aus den Blumenkübeln ausgegraben wurden. Wer in den vergangenen Tagen an den Sitzterrassen am Hafen unterwegs gewesen ist, könnte die Spuren der „Blumendiebe“ entdeckt haben – in den dortigen Pflanzgefäßen fehlt etwas…
Aufgefallen ist manch einem am Menzer-Werft-Platz – genauer gesagt, auf der dort angrenzenden Halbinsel - kürzlich noch weiteres: Ein aufgeständerter, brauner Holzkasten – so würde der unbeteiligte Spazierende es vielleicht am ehesten beschreiben. Dabei handelt es sich um ein Schwalbenhaus, in dem Rauchschwalben nisten können. Es steht seit Februar und ist eine Ausgleichsmaßnahme für ein inzwischen abgerissenes Gebäude am Hafen, in dem Schwalben bisher gerne gebrütet haben.
Zum Abschluss noch ein Kulturtipp für unsere jungen Einwohnerinnen und Einwohner: Die Stadtbücherei lädt am 23. April zum Lieselotte-Tag ein. Ab 15 Uhr sind Kinder ab vier Jahren in den Räumen an der Rathausstraße 58 willkommen, um einen Nachmittag rund um die Geschichten von der beliebten Postkuh zu erleben. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Ihr Bürgermeister
Olaf Schulze
(erschienen am 20. April 2024 im Wochenend-Anzeiger)