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Für Geesthacht war 2025 ein Jahr voller großer Ereignisse  und großer Herausforderungen

Liebe Geesthachterinnen und liebe Geesthachter,

nur noch wenige Tage, dann beenden wir das Jahr 2025 und starten mit neuer Energie in das Jahr 2026. Wie blicken Sie auf 2025 zurück und was erwarten Sie vom neuen Jahr? Für die Stadt Geesthacht war 2025 ein Jahr voller großer Ereignisse – voller großer Herausforderungen!

Ganz oben auf dieser Liste der Herausforderungen steht für viele von uns sicher das Krankenhaus Geesthacht. Stadtpolitik und Stadtverwaltung haben in den vergangenen Wochen große Kraftanstrengungen unternommen, um das Krankenhaus aus dem Insolvenzverfahren heraus zu übernehmen. In mehreren, sehr kurzfristig einberufenen Sitzungen wurden verschiedene Modelle diskutiert, Risiken abgewogen – denn bei jeder Entscheidung, die die Stadt trifft, geht es um Steuergelder der Geesthachterinnen und Geesthachter. Die Politik hat sich dafür entschieden, ein Kaufangebot für das Krankenhaus abzugeben, was ein mutiger Schritt war. Stadtpolitik und Stadtverwaltung haben Verantwortung für das Geesthachter Krankenhaus übernommen und sind weiter gegangen, als es von einer Kommune zu erwarten ist. Trotzdem haben diese Bemühungen keine Früchte getragen. Der Gläubigerausschuss hat sich am 18. Dezember 2025 gegen das Angebot der Stadt entschieden. Der Bieter, der stattdessen zum Zuge gekommen ist, hat angekündigt, dass er bereits im März Abteilungen des Krankenhauses schließen wird. Das sind schlechte Nachrichten für Geesthacht und die ganze Region.

Zweites großes Thema, das uns auch die kommenden Monate beschäftigen wird, ist unsere Bertha-von-Suttner-Schule. Nach dem Brand ist ein Großteil der dortigen Räume nicht mehr nutzbar. Es wurden Unterrichtskonzepte erarbeitet, die einen Wechsel von Vorort- oder und Distanzunterricht ermöglichen. Die Situation bleibt aber für alle Beteiligten sehr herausfordernd. Lehrende, Lernende und deren Familien sowie Betreuende müssen große Kompromisse eingehen, sich mit den aktuellen Gegebenheiten arrangieren. Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Seien Sie versichert: Wir unternehmen alles Mögliche, um die Situation so schnell wie möglich weiter zu verbessern!

Eine weitere große Herausforderung der zweiten Jahreshälfte: Es galt einen Haushalt zu beschließen. Große Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen, die Geesthacht liebens- und lebenswert machen, wurden diskutiert und am Ende unter einen Hut gebracht. Verabschiedet haben wir einen Haushalt, der ein großes Defizit aufweist. Es wird unsere Aufgabe sein, diese Zahlen weiter zu hinterfragen, Projekte zu priorisieren und bei den Haushaltsberatungen im kommenden Herbst Planungen mit einem geringeren Fehlbetrag vorzulegen.

Gute gemeinsame Zeiten hatten viele von uns 2025 unter anderem bei Veranstaltungen, die im Stadtgebiet stattgefunden haben. Spontan fällen mir hier die Reihe „Musik am Hafen“, unsere Kulturnacht und der Weihnachtsmarkt ein. Mit dem Stück „Die Villa“ haben wir ein Theaterprojekt umgesetzt, das mit keiner vorher in Geesthacht aufgeführten Produktion vergleichbar ist – und „Die Villa“ ist nur der Anfang einer Reihe, die sich 2026 in Zusammenarbeit mit Frank Düwel fortführen wird. Wie schön, dass wir den Einwohnenden und Gästen unserer Stadt diese Vielfalt bieten können und setzen wir uns weiter dafür ein, dass das auch so bleiben kann.

Sie sehen, es gab und gibt viel zu tun. Und gemeinsam werden wir weiterhin die auf uns zukommenden Herausforderungen annehmen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Jahreswechsel – egal, ob Sie ihn mit einem rauschenden Fest oder ruhig begehen. Nur eine Anmerkung dazu: Tiere und Umwelt freuen sich, wenn Knallkörper sparsam eingesetzt und nach dem Fest wieder weggeräumt werden. Wo und in welchem Gebiet in Geesthacht Knallkörper gezündet werden dürfen (und wo nicht) können Sie auf der Internetseite der Stadt Geesthacht (www.geesthacht.de) sowie auf der GeesthachtApp nachlesen, die Sie sich kostenfrei herunterladen können.

Einen guten Rutsch!

Ihr Olaf Schulze

(erschienen am 27. Dezember 2025 im Wochenend-Anzeiger)