Bitte an die ausgeschilderte Umleitung halten
Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter,
einen Termin sollten wir alle dieses Wochenende im Kalender stehen haben: Am 23. Februar sind alle Wahlberechtigten, die noch nicht per Briefwahl abgestimmt haben, aufgerufen, ihre Kreuze auf dem Stimmzettel zu machen und einen neuen Bundestag zu wählen. Bitte nehmen Sie am Sonntag diese Möglichkeit war, sie ist die direkteste Weise für unsere Demokratie einzustehen. Die Wahllokale im Stadtgebiet sind am 23. Februar von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Ein weiteres Thema, das uns im Stadtgebiet derzeit stark beschäftigt, ist ein Verkehrsthema: Seit dem 17. Februar ist ein Teil unserer Geesthachter Straße gesperrt. Zwischen den Einmündungen der Waldstraße und der Straße Keil werden Fernwärmeleitungen verlegt und Kanäle saniert. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das Beeinträchtigungen. Je nach Tageszeit müssen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer längere Fahrzeiten in Kauf nehmen, was sich leider angesichts einer notwendigen Vollsperrung auf einer unserer Hauptverkehrsstraßen nicht vollkommen verhindern lässt. Das Rathaus steht zur Situation auf den Umleitungsstrecken im stetigen Austausch mit der Polizei. Weil viele Verkehrsteilnehmende sich leider nicht an die ausgeschilderte Umleitung gehalten haben, wurde bereits nachgesteuert: Der Neue Krug ist von der Düneberger Straße kommend nun vorübergehend als Einbahnstraße ausgewiesen – die Situation wurde in der Straße, nachdem viele Fahrzeuge sie als Abkürzung nutzen wollten – zu gefährlich.
Für uns alle ist es ärgerlich, wenn wir im Stau stehen. Wir alle haben Termine, wollen oder müssen innerhalb absehbarer Zeitfenster von A nach B kommen. Da ist es nur verständlich, dass die Sperrung der B 404 nervt und dass manches Mal die Emotionen auch hochkochen. Lassen Sie mich dennoch an dieser Stelle einmal sagen: Sachliche Kritik nehmen die Mitarbeitenden des Rathauses gerne entgegen. Anmerkungen werden ernst genommen, deren Umsetzbarkeit und Nutzen für die Gesamtsituation werden hinterfragt und überprüft. Auch Fragen beantwortet das Team des Rathauses gerne – unter anderem über den E-Mail-Kontakt buergerkontaktstelle@geesthacht.de. Schwierig wird es aber, wenn keine sachliche Kritik an einer Situation formuliert wird, sondern statt Anmerkungen Pöbeleien fallen. Solche sind unangemessen und bringen uns alle nicht weiter. Unser gemeinsames Ziel sollte es doch sein, in dieser herausfordernden Situation das Beste für die Allgemeinheit zu erreichen. Und lassen Sie mich noch eines sagen: Mehrfach wurde in den vergangenen Tagen formuliert, die Stadtverwaltung sollte einfach mal blitzen, dann würden die Probleme auf der Umleitungsstrecke gelöst. Das kann doch nicht der Ansatz sein – abgesehen davon, dass die Stadtverwaltung nicht blitzen darf, weil die Überwachung des fließenden Verkehrs ein Feld der Polizei und des Kreises ist. Grundsätzlich müssen wir doch einen Schritt früher ansetzen: Würden sich Verkehrsteilnehmende an die Verkehrsregeln halten, die ausgewiesene Umleitungsstrecke nutzen und nicht zu schnell fahren, gäbe es nichts zu ahnden und die Situation auf unseren Straßen wäre entspannter. Auch bei diesem Thema gilt: Nur wenn alle ihren Teil zur Verbesserung der Lage beitragen, kann sie auch besser werden.
Ihr Bürgermeister
Olaf Schulze
(erschienen am 22. Februar 2025 im Wochenend-Anzeiger)