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Mitten im Geesthachter „Kulturherbst“ 

Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter,

wir sind mitten im Geesthachter „Kulturherbst“ – offiziell haben wir diesen Titel von Seiten der Stadtverwaltung nicht ausgerufen, aber wer sich das vielfältige Veranstaltungsangebot anschaut, das derzeit in der Stadt läuft, kommt um diesen Gedanken nicht herum.

Ein kurzer Blick in die jüngste Vergangenheit: Am 11. September feierte mit „Die Villa“ ein ganz besonderes Theaterstück in Geesthacht Premiere. Das Projekt, das die Stadt Geesthacht gemeinsam mit Regisseur und Autor Frank Düwel umgesetzt hat, begeisterte das Publikum – auch mich. Gespielt wurde das Theaterstück in der historischen Direktorenvilla in Krümmel. Das Gebäude haben die derzeitigen Eigentümer für diesen Zweck für die Öffentlichkeit geöffnet. Vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle Möglichkeit! Auf der Bühne – die in diesem Fall eben ein authentischer Ort war – standen die bekannten Fernseh-Schauspieler Wolfgang Häntsch und Anna Magdalena Fitzi sowie der Musicalstar Kristofer Weinstein-Storey, der unter anderem im Musical „Der König der Löwen“ bereits Hauptrollen gespielt hat. Außerdem hatten drei Geesthachterinnen die Möglichkeit, an der Seite der Profis mitzuspielen. Anne Böhnke, Vivien Meinte und Janne Wiechmann überzeugten in einem Casting, das wir vor den Proben durchgeführt haben, und vervollständigten dann an der Seite der Profi-Darsteller das Ensemble, das am vergangenen Wochenende das letzte Mal das Publikum verzauberte. Passend war die letzte Vorstellung von „Die Villa“ auf den „Tag des offenen Denkmals“ terminiert.  Noch einmal zur Einordnung: Das Theaterprojekt – Die Villa – erzählt eine Geschichte, wie sie sich in der Direktorenvilla der Dynamit Nobel AG in Krümmel zugetragen haben könnte. Frank Düwel hat Motive des Dramatikers W. Somerset Maugham aufgegriffen und dann ein Stück extra für Geesthacht geschrieben – ein modernes Kulturerlebnis am historischen Ort ist dabei herausgekommen und ich kann bereits sagen, dass wir uns sehr gut vorstellen können, unsere Zusammenarbeit weiterzuführen.  

Soweit die kurze Rückschau, nun ein Blick in die nahe Zukunft: Am Sonntag, 21. September, öffnet in unserem GeesthachtMuseum eine ganz besondere Ausstellung. Gemeinsam mit der AWO hat der Geesthachter Heimatbund und Geschichtsverein Migrationsgeschichten zusammengetragen und die Bedeutung von Einwanderung für die Stadt Geesthacht, die Geesthachterinnen und Geesthachter sowie Migrantinnen und Migranten in der Ausstellung „Flucht und Migration in Geesthacht 1945 — 2025. 80 Jahre Ankommen, Leben und Mitgestalten“ aufgearbeitet. Unter anderem können Sie darin von ganz persönlichen Einwanderungsgeschichten erfahren. Kommen Sie darum gerne in unser Museum – der Eintritt ist kostenfrei und die Ausstellung ist bis zum 29. September während der Öffnungszeiten des Museums (Bergedorfer Straße 28) zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung samt einführender Worte ist am 21. September um 15 Uhr.

Und noch ein Termin zum Vormerken: Am Samstag, 27. September, beteiligt sich die Stadt Geesthacht an den „Tagen der Industriekultur“. Wer mag, kann dann mit unserer Stadtbarkasse „Piep“ eine kurze Fahrt machen. Vorgesehen sind Touren, die 15 bis 20 Minuten andauern werden. Interessierte können zwischen 13 und 16 Uhr zum Schiffsanleger am Menzer-Werft-Platz kommen, dort beginnen die Fahrten. Eintritt wird nicht erhoben, die ehrenamtliche Crew freut sich aber über eine kleine Spende.

Natürlich war das nur ein kleiner Einblick in die vielen Veranstaltungen, die uns in den kommenden Tagen und Wochen geboten werden. Schauen Sie gerne auch in den Veranstaltungskalender auf der Website der Stadt und in der GeesthachtApp, die Sie sich kostenfrei herunterladen können. Sicher ist auch für Sie etwas dabei!

Ihr Bürgermeister
Olaf Schulze

(erschienen am 20. September 2025 im Wochenend-Anzeiger)