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Auch in Geesthacht ist der Frauentag wichtig 

Liebe Geesthachterinnen und liebe Geesthachter,

gestern war der internationale Frauentag – eine gute Gelegenheit, um sich eines wieder ins Gedächtnis zu rufen: Chancengleichheit und Gleichberechtigung sind wichtig. Und es ist eine Aufgabe, zu der wir alle unseren Teil beitragen können.

Bundesweit macht gerade die Kampagne „Ohne uns würdet ihr alt aussehen“ Schlagzeilen. Darin geht es um Altersdiskriminierung im Job – insbesondere von Frauen. Demnach hätten Frauen zum Beispiel noch zu häufig Nachteile, weil sie für die Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen im Job zeitweise kürzertreten oder getreten sind. Das darf kein Kriterium bei der Vergabe von Arbeitsplätzen sein – genauso wenig wie das Alter. Personen sind weder zu alt noch zu jung, um Aufgaben zu erfüllen. Sie haben nicht das richtige oder falsche Geschlecht, um eine Aufgabe zu erfüllen. Sie sind aufgrund ihrer Qualifikation für Aufgaben geeignet oder nicht.

Bei der Stadt Geesthacht versuchen wir auf unterschiedlichen Wegen für alle Arbeitnehmenden gute Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass sie entsprechend ihrer Qualifikation tätig sein können. So bieten wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten an und die Möglichkeit des Homeoffice. Dass das Geschlecht bei Einstellung und Aufstieg bei der Stadt keine Rolle spielt, wird an einer Zahl sehr deutlich: rund 65 Prozent unserer Führungskräfte sind Frauen! Hier gehen wir in Sachen Gleichberechtigung und Chancengleichheit voran. Und wenn wir alle weiterhin in unserem privaten Umfeld und am Arbeitsplatz über diese Themen sprechen, deren Bedeutung betonen, wird es Schritt für Schritt weiter in die richtige Richtung gehen: Unabhängig vom Geschlecht der Person können und sollten Erziehungszeiten eingeplant werden, unabhängig vom Geschlecht sind Teilzeitstellen möglich und unabhängig vom Geschlecht gilt es Möglichkeiten zu finden, sich beruflich und persönlich weiterentwickeln zu können und wertschätzend miteinander umzugehen.

Ihr Bürgermeister

Olaf Schulze

(erschienen am 9. März 2024 im Wochenend-Anzeiger)