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Bronzezeitliches Totenhaus

Das „bronzezeitliche Totenhaus“ liegt unweit der Bundestrasse 5 im Geesthachter Ortsteil Grünhof und gehört zu einer Gruppe von drei Hügeln. Es gehört zu den wichtigsten frühgeschichtlichen Denkmälern im norddeutschen Raum. Das Alter der Gräber wird auf circa 1200 vor Christi Geburt geschätzt. Totenhäuser mit Brandbestattungen gehören der älteren und mittleren Bronzezeit an, also um 1300 v. Chr. In denen die bekannt sind, wurden nur Frauen beigesetzt. Die damaligen Bewohner gehörten zur Lüneburger Gruppe, der Ilmenau-Kultur.

Bei der Abtragung eines dieser Hügel stießen Arbeiter des Hofbesitzers Christern im Jahre 1932 auf vier bronzezeitliche Gräber, die durch das Verständnis der Familie Christern erhalten blieben. Bevor 1932 unter der Leitung des Landesarchäologen Karl Kersten die Grabanlagen freigelegt wurden, befragte man Einheimische, denn um diesen Ort hatten sich in der Bevölkerung über die Jahrhunderte Sagen entwickelt. Es wurde berichtet, dass hier ein großer Scheiterhaufen gewesen sei und es hätten in alten Zeiten große Feuer gebrannt. Zu den Bestattungszeremonien der im Geesthachter Raum ansässigen Menschen, der Ilmenau-Kultur, gehörte es, Verstorbenen ein Totenhaus zu errichten, dieses niederzubrennen und dann mit Erde abzudecken, so dass ein Erdhügel entstand.

1951 beschloss der städtische Verkehrsausschuss, Findlinge mit Hinweisen zu der Anlage aufzustellen. Dies erfolgte im Mai 1952. Heute kann man die freigelegte Grabanlage mit den noch erhaltenen Steinsetzungen und Pfostenlöchern des Totenhauses besichtigen. Das bronzezeitliche Totenhaus kann jederzeit besichtigt werden. Die Gräber befinden sich in der Nähe der B5 Richtung Lauenburg. Kurz hinter Grünhof führt links ein kleiner Fußweg in den Wald hinein. Die Grabstätte ist ausgeschildert. Eine direkte Anfahrt mit dem PKW ist nicht möglich.