Die Agenda des Frauenbeirats
Altersarmut ist weiblich
Faktoren wie patriarchale Strukturen, eine von Geschlechterklischees durchzogene Kindererziehung sowie ein toxisches Bild von Männlichkeit sorgen dafür, dass traditionelle Rollenbilder nach wie vor in unserer Gesellschaft tief verankert sind.
Einflüsse wie diese Rollenbilder und die Betonung der traditionell sorgenden Frau haben Einfluss auf Berufswahl und Erwerbsgeschichte junger Mädchen. Diese finden sich in Branchen und Berufsgruppen wieder, die schlechter bezahlt sind als Berufe in denen überwiegend Männer arbeiten. Dies führt zu Ungleichverteilung von Care-Arbeit und Erwerbs-Arbeit in Partnerschaften. Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Benachteiligungen in der Erwerbsarbeit sind somit weiterhin zentrale Themen für Frauen.
Eine mangelnde finanzielle Vorsorge der Frauen während der Lebensphasen, die von Care-Arbeit zur Kindererziehung oder Pflege älterer Angehöriger geprägt sind, lassen finanzielle Abhängigkeiten in der Partnerschaft entstehen und führen nach wie vor dazu, dass Frauen mit Eintritt ins Rentenalter in die Altersarmut rutschen. Die finanzielle Abhängigkeit vom Partner zeigt ihre Auswirkungen zudem in häuslicher Gewalt bis hin zu Femiziden, deren Anzahl auch im Jahr 2024 erschütternd ist.
Der Frauenbeirat Geesthacht hat sich für seine Arbeit daher als Oberziel die Bekämpfung weiblicher Altersarmut gesetzt. Hierfür setzen wir uns ein:
• Förderung von Frauen im Beruf
• Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• Aufbrechen traditioneller Rollenbilder
Die Situation von Frauen wollen wir verbessern durch:
• Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen
• Hinwirken auf die Bildung von Frauenbeiräten in anderen Orten
• Kooperation mit anderen Frauenorganisationen
• Mitwirken in den politischen Ausschüssen der Stadt Geesthacht