Stadt hat gerade viele herausfordernde Situationen zu bewältigen
Liebe Geesunthachterinnen und liebe Geesthachter,
unsere Stadt hat gerade viele herausfordernde Situationen zu bewältigen. Viele Personen müssen sich mit Einschränkungen arrangieren oder auf Belastungen vorbereiten. Ich möchte in dieser Kolumne zwei dieser Situationen genauer anschauen:
Verkehrsteilnehmende brauchen seit Montag in einigen Bereichen des Stadtgebiets wieder stärkere Nerven. Denn die Steinstraße ist halbseitig gesperrt, eine Umleitungsstrecke ist ausgewiesen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das erneut Zeitverlust an der Steinstraße und manch eine/einer von Ihnen wird sich die Frage stellen: Warum wird die Steinstraße immer wieder gesperrt? Warum kann man nicht alle Arbeiten während einer Sperrung durchführen? Glauben Sie mir: Alle Beteiligten würden lieber mit einer Sperrung auskommen, anstatt immer wieder die gleiche Straße anzufassen. Leider geht das aber nicht. Wir haben an der Steinstraße unterschiedliche Akteure, die für unterschiedliche Aufgaben und Flächen zuständig sind. Die Bebauung läuft in mehreren Abschnitten und mit unterschiedlichen Beteiligten. Wenn private Investoren ein Gebiet erschließen möchten, gehen sie dabei nach ihrem Bauzeitenplan vor. Die Stadt ist dazu verpflichtet, ihnen ihre Arbeiten möglich zu machen und wenn nötig Straßensperrungen anzuordnen – unabhängig vom eigenen Zeitplan für öffentliche Bauarbeiten und unabhängig von den Zeitplänen der Bauunternehmer nebenan. Sicherlich lassen sich dennoch manche Baustellen koordinieren, aber längst nicht alle. Die aktuelle Sperrung der Steinstraße wird notwendig, weil die Stadt Geesthacht eine Bushaltestelle herstellen möchte. Diese Arbeiten konnten bei vorherigen Sperrungen nicht „mitgemacht“ werden, weil für öffentliche Bauten Ausschreibungsregularien eingehalten werden müssen. Unsere Arbeiten passten nicht ins Zeitfenster der anderen Steinstraßen-Baustelle. Aber es ist wichtig für das Quartier, dass dort eine barrierearme Bushaltestelle entsteht. Dort sind viele Menschen eingezogen, die eine gute Infrastruktur vorfinden sollen. Darum bitte ich alle Verkehrsteilnehmenden um Geduld und eine rücksichtsvolle Fahrweise.
Ein weiteres Thema, das derzeit öffentlich diskutiert wird, ist unsere zentrale Sportanlage. Im Mai mussten wir die Tartanbahn kurzfristig sperren, weil während der jährlichen Überprüfung der Sportstätten Mängel deutlich wurden, die aus Sicherheitsgründen auf der Laufbahn keinen Sport zulassen. Pläne für eine langfristige Modernisierung und Instandsetzung der Zentralen Sportanlage gibt es, wie Sie sicher wissen, schön länger. Deren Umsetzung ist aber aufwendig und umfasste bisher keine kurzfristigen Reparaturen der Tartanbahn in dem Umfang, den es bräuchte, um die Bahn weiterhin komplett nutzbar zu erhalten. Aktuell prüfen wir, ob zumindest zwei der sechs Bahnen vorrübergehend durch „Flickarbeiten“ wieder so fit gemacht werden können, dass Sportlerinnen und Sportler dort sicher trainieren können.
Es gibt Situationen, die für uns alle Einschränkungen bedeuten - und solche Situationen wird es auch immer wieder geben. Stadtverwaltung und Stadtpolitik haben dabei aber stets ein Ziel: Auch in schwierigen Situationen wollen wir das beste Ergebnis für die Geesthachterinnen und Geesthachter herausholen.
Ihr Bürgermeister
Olaf Schulze
(erschienen am 13.06.2026 im Wochenend-Anzeiger)