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Fahrendorf

Ein Ausflug in das Bistal 

Die Fahrendorfer Dorfstraße, welche die Bundesstraßen 5 und 404 verbindet, ist die heimliche Umgehungsstraße Geesthachts. Auf der schmalen Straße fahren unheimlich viele Kraftfahrzeuge sowie am Wochenende Fahrradfahrer, denn der Weg führt durch das schöne Bistal. Nicht erst seitdem der PKw die Straßen erobert hat, ist diese Wegführung von Bedeutung. Wenige wissen, dass sie einst Teil des alten Winterpostweges war, der zwischen Lauenburg und Bergedorf führte. Bekannt ist Fahrendorf durch die Gastwirtschaft „Zum Fahrenkrug“, die mit dem alten Postweg zu tun hat. Die Gastwirtschaft besteht seit 1866 und ist seitdem im Familienbesitz. Das jetzige Gebäude ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugslokal.

Der Ortsteil Fahrendorf entstand um 1600 auf der ehemaligen Flur der untergegangen Dörfer Wulfesfelde und Vorenthorp. Die Neugründung erfolgte als ein herrschaftliches Vorwerk, das zwangsweise durch Hand- und Spanndienste der Bauern aus Kröppelshagen, Escheburg, Hohenhorn und Börnsen bewirtschaftet wurde. Im Rahmen der Verkoppelung der Gemarkung Kröppelshagen 1779 wurde das Vorwerk niedergelegt, die Ländereien aufgeteilt. So kamen - unter Zwang - vier Hufner und ein Kätner aus Kröppelshagen zu Fahrendorfer Hofstellen, die wie heute entlang der Dorfstraße gelegen sind. Die beiden Ortsteile galten als zwei Dörfer, die hatten ja unterschiedliche Kirchspielzugehörigkeiten: Kröppelshagen nach Brunstorf und Fahrendorf nach Hohenhorn. Erst um 1900 hat sich der heutige Name „Kröppelshagen-Fahrendorf“ für die Gemeinde eingebürgert.

Erstellt am:

19. September 2012

Aktualisiert am:

19. September 2012

Autor:

Dr. William Boehart

Literatur / Quelle:

Buch Spurensuche - ISBN 978-3-923952-15-1
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