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Plaisirfahrt vom 20.09.2019 – 23.09.2019 zu den „Europäischen Tagen des Kulturerbes“

20. September 2019: Wir freuen uns auf unsere Reise

 

Während ganz Geesthacht noch zu schlafen scheint, treffen wir uns mit 18 Personen um vier Uhr morgens auf dem Rathausparkplatz. Mit dabei sind unser Bürgervorsteher, weitere Stadtvertretende, eine Delegation des Komitees für Internationale Begegnungen, Gastfamilien, zwei Schülerinnen und eine Französischlehrerin der Bertha-von-Suttner-Schule.

Mit zwei Großraumtaxis geht’s zum Flughafen, wo wir in den Flieger nach Paris/Charles de Gaulle steigen und planmäßig gegen 8.30 Uhr landen. Wir freuen uns, dass wir von zwei Freundinnen und Freunden aus unserer Partnerstadt Plaisir bereits erwartet werden. Später stoßen auch Bürgermeister Olaf Schulze und der Erste Stadtrat zu unserer Gruppe.

Wir starten direkt ins kulturelle Programm. Mit der Metro geht es zur „Philharmonie La Villette“, einem Museum der Musik. Der äußere Eindruck lässt sich ohne Weiteres mit der Hamburger Elbphilharmonie messen. Leider können wir keinen Blick hinein werfen, weil es heute geschlossen hat.

Stattdessen stärken wir uns in einem Bistro mit Kaffee und Croissants. Im Anschluss geht es mit der Metro weiter zum „Hotel de Ville de Paris“, dem Pariser Rathaus, wo uns auch ein Mittagessen serviert wird. Die Sonne strahlt nur so. Es ist uns eine Freude, die Gegend zu erkunden, auch wenn wir nach circa 15 Minuten an der  „Notre Dame“ vorbei kommen, in der im April diesen Jahres ein Feuer ausbrach.

Bei einer Bootsfahrt im „Bateau Mouches“ über die Seine, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Eiffelturm oder dem Louvre, rückt der traurige Anblick zum Glück schnell wieder in den Hintergrund.

Am Ende eines tollen, ereignisreichen Tages fahren wir vom Bahnhof Montparnasse mit dem Zug nach Plaisir, wo unsere jeweiligen Gastfamilien uns herzlich willkommen heißen. Gemeinsam mit ihnen lassen wir den Abend ausklingen.

21. September 2019: Volles Kulturprogramm

Heute schauen wir uns das „Centre National du Cinema“ CNC an – die staatliche französische Filmförderungsbehörde. Das CNC verwaltet ein Filmarchiv in der ehemaligen Festung von Bois-d’Arcy bei Versailles.

Nach einem Picknick im Park von Choisel besichtigen wir das Schloss Breteuil. Es liegt im Tal von Chevreuse, circa 35 km im Süden von Paris und ist seit über 200 Jahren im Besitz der Familie Marquis de Breteuil und von dieser auch bewohnt. Ein Cousin führt uns durch das Chateau an 50 Wachsfiguren des Musée Grévin vorbei – ein interessanter Besuch!

Danach genießen wir ein gemeinsames Abendessen im Saal „La Boissière“ in einer Schule in Plaisir. Die Paella ist ein echter Gaumenschmaus, der Abend ein Fest, bei dem Reden gehalten und Gastgeschenke übergeben werden. Wir haben dieses Mal etwas ganz Besonderes dabei:

Unser Gastgeschenk ist ein Kochbuch mit dem Titel: „Über den Tellerrand geschaut“ und bezieht sich auf den europäischen Gedanken: Wir setzen uns über Grenzen hinweg für ein gemeinsames Europa ein. Die Idee stammt von meiner Kollegin Kerstin Reinhardt. Sie hat aus all unseren Partnerstädten Rezepte gesammelt und in einem Buch vereint. Jedes der Gerichte hat sie selber nachgekocht und ihr Ehemann hat Fotos der Köstlichkeiten gemacht. Unsere Gastfamilien in Plaisir waren genauso begeistert von dieser Idee wie wir.

Zudem führen wir Arbeitsgespräche über zukünftige Projekte. Sowohl unser Komitee für Internationale Begegnungen als auch „Plaisir Jumelage“ sind sich darüber einig, die Jugend noch mehr in die städtepartnerschaftliche Arbeit zu integrieren – zum Beispiel mit Schüleraustausch-Projekten.

22. September 2019: Zwischen kleinen und großen Kunstwerken

Diesen Tag verbringen wir mit unseren Gastfamilien. Zusammen mit ihnen besuchen wir das „France Miniatur“ – ein Miniaturwunderland in einem 50.000 qm großen Areal mit  über 150 nachgebauten Städten und Attraktionen Frankreichs – beeindruckend! Andere unternehmen eine Stadtführung durch das schöne Plaisir, eine Ausfahrt in die Normandie und einen Besuch in einer riesigen Shoppingmeile und vieles mehr. Da ist wirklich für jeden von uns ein Highlight dabei. Doch das Schönste ist, mit wie viel Herzlichkeit unsere Gastfamilien uns verwöhnen.

23. September 2019: Der Vater Europas

An unserem letzten Tag besuchen wir das  „Jean Monnet“ - Museum. Jean Monnet gilt als Wegbereiter der europäischen Einigungsbestrebungen – auch „Vater Europas“ genannt. Zudem hat der französische Unternehmer mit Cognac gehandelt. Die dadurch geknüpften Kontakte konnte er nutzen, um seine Bemühungen für ein vereintes Europa voran zu bringen.Ich bin von den Gedanken Monnets beeindruckt und freue mich, jetzt in diesem gemeinsamen Europa zu leben.

Die Plaisirer Bürgermeisterin empfängt uns anschließend im Rathaus und tauscht sich mit unserem Bürgermeister aus. Währenddessen werden wir vorzüglich bewirtet, bevor wir um 16 Uhr den Rückweg antreten. Nach einer Autopanne und einer Stunde Flugverspätung kommen wir trotz holpriger Rückreise um 0.30 Uhr wieder gesund und munter in Geesthacht an.

Es waren drei wunderbare Tage, die viele Einblicke in die französische Kultur gegeben haben und sehr lehrreich waren. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Wiedersehen.

 

Anja Nowatzky

 

Erstellt am:

02. Oktober 2019

Aktualisiert am:

02. Oktober 2019

Autor:

Anonymer Autor
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