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Familie Heidelmann


Vermutlich gehörte Claus Heileman, der 1570 schoßpflichtiger Einwohner des Dorfes aufgeführt wurde, zu der Familie, die sich später Heidelman schrieb. In einer Quelle von 1602 taucht dann der Name des Hufners Detlef Heidelman auf. 1605 gab Heidelman im Zusammenhang mit der damaligen Zeugenvernehmung sein Alter mit 48 Jahren an. 1619 fand in der Familie eine Doppelhochzeit statt, am 12. Juli heiratete Detlef Heidelmans Tochter Ilsebe Henrich Etriff oder Ettorf aus Escheburg und sein Sohn Clawes Catharina Funcke aus Elstorf.

Clawes Heidelman, der zu einem unbekannten Zeitpunkt wohl die Hufe seines Vaters übernommen hatte, gehörte 1644 zu den Hufnern, deren Schadenssummen in dem Verzeichnis an der Spitze lagen. Insgesamt betrug der Wert seiner Verluste 1266 Mark. Für Geesthachter Verhältnisse war sein Bestand an Vieh beträchtlich: für 21 Stücke Vieh zahlte er Lösegeld und büsste darüber hinaus 32 Schweine und zwei Pferde ein. An Getreide verlor er sechs Wispel Roggen, zwei Wispel Hafer, einen halben Wispel Gerste, einen Wispel Buchweizen und 14 Fuder Heu, außerdem vier Wagen mit der gesamten Gerätschaft, mehrere Bänke und Fuder Holz, Kessel, Grapen, Bettzeug, Leinen und Wolle.

Neben Clawes Heidelman lebten zwei weitere Angehörige dieser Familie 1644 in Geesthacht. Jochim Heidelman, vielleicht ein noch unverheirateter Sohn von Clawes Heidelman, meldete einen Schaden in Höhe von lediglich 13 Mark an, für acht Himten Roggen und (das Lösegeld für) eine Kuh. Doratia Heidelman, vermutlich Witwe evtl. von Detlef Heidelman, machte einen Schaden von 95 Mark geltend; für zehn Bienenstöcke, ein vollständiges Bett mit Laken und Zierkissen sowie einen halben Wispel Roggen.

Weiteres zu dieser Zeit in Geesthacht finden Sie in dem Buch: 

Der große Krieg und das kleine Dorf
Der Dreißigjährige Krieg und Geesthacht
Erhältlich im GeesthachtMuseum!

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