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Ein Kruzifix aus der Elbe

 

St. Petri Kirche
© Buch Spurensuche
- ISBN 978-3-923952-15-1 

Das Kruzifix in der St. Petri Kirche, sowie der Name dieser Kirche ist ein Stück Kirchengeschichte aus dem alten Geesthacht.
Woher stammt das Kruzifix? Die Lösung finden wir in der alten Kirchengeschichte von Geesthacht von Pastor Joh. Reimert Weber (1706-1712). Er hat den Untergang der  Petrikirche und den Neubau der St. Salvatoris nicht selbst erlebt, sondern sich von Augenzeugen schildern lassen.

Das älteste Gebäude am Ort ist die St. Salvatoris- Kirche. Diese Kirche hatte eine Vorgängerkirche, die am damaligen Elbufer, wo früher die Schiffswerft war, stand. Diese Kirche hieß St. Peter, nach dem Jünger Jesu, der der Schutzpatron der Fischer war. Sie stand bis 1684. Durch Eisgang und Hochwasser war die Standfestigkeit der Kirche stark gefährdet. Am 2. März 1684, am Tag als die letzte Predigt gehalten wurde, hatte die Elbe bereits einen Teil des Kirchhofs weggerissen, Leichen schwammen die Elbe hinunter.

Die Geesthachter gingen jetzt daran die Mauern und den Turm einzureißen, um die Steine für den neuen Kirchenbau wieder zu verwenden. Auch wurde die bewegliche Habe in Sicherheit gebracht.
Am 13. November 1685 wurde die neue Geesthachter Kirche geweiht, die  St. Salvatoris Kirche. Der hölzerne Turm wurde 1691 fertig gestellt.

Aus der alten Kirche wurden damals gerettet: Altar mit Kanzel, älteste Glocke, Holzfigur (gotisch), alter Pfosten der Taufe, ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert.

Seit 1963 gibt es in Geesthacht wieder eine Kirche mit dem Namen St. Petri.  Heute ist sie mit ihrem über 50 m hohen Turm ein Wahrzeichen von Geesthacht geworden. Sie ist weit sichtbar. Nicht nur der Name wurde von der alten Geesthachter Kirche übernommen, sondern auch ein Stück Inventar aus der alten Kirche, der Holz-Korpus des Kruzifixes. Dieses Stück war noch auf  dem Dachboden der St. Salvatoris-Kirche vorhanden, aber beide Arme waren abgebrochen. Dieser Korpus wurde restauriert und an einem Kreuz aus Metall befestigt.

Der Längsbalken ist als Riemen geformt und der Querbalken wie zwei Paddel. Es zeigt somit die Verbundenheit zur Elbe, Bootsteile, und natürlich zur alten Kirche.

 

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