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© Stephan Darm 
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Reiter durch die Oberstadt

Versteckt hinter dicken Büschen auf der Grünfläche zwischen der Wohnbebauung am Barmbeker Ring findet der aufmerksame Spaziergänger zwei bronzene Reiterfiguren, die sich scheinbar verlaufen haben. Worum handelt es sich?

Als in den 1960er Jahren die 1943 und 1944 errichteten Behelfsheime für ausgebombte Hamburger (so genannte „Buten-Hamburger“) schrittweise beseitigt wurden, bauten die Stadt und der Geesthachter Bauverein eine Reihe von Neubauten im modernen „Zeilen-Stil“. Es entstand neuer Wohnraum für zahlreiche Flüchtlinge und Ausgebombte, die zum Teil über 15 Jahre in Baracken und Behelfsheimen gewohnt hatten.

Zu einem öffentlichen Bauprojekt gehörte damals ein Kunstwerk, eben „Kunst am Bau“. Man beauftragte den Alt-Möllner Bildhauer Karlheinz Goedtke mit dem Projekt. Entstanden ist die lebensgroße Ponyreiter-Gruppe, die 1968 eingeweiht wurde. Außer der Reitergruppe findet man in Geesthacht weitere Plastiken von Goedtke: den Drachenstreiger an der Elbuferstraße, das Portraitrelief Otto Hahn im Geesthachter Gymnasium, die Figur „Der Taucher“ am Gebäude der Helmholtz-Gesellschaft und die Golddukatenesel am ehemaligen Gebäude der  Kreissparkasse. An der Förderschule im Neuen Krug ist auch noch eine Bronzeplastik, „Junge Vögel im Nest.

Karlheinz Goedtke (1915-1995) gehörte zu den bedeutendsten Künstlern aus dem Lauenburgischen nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu seinen bekannten Werken gehören die Eulenspiegelplastik auf dem Marktplatz in Mölln sowie die Schifferplastik „Der Rufer“ in Lauenburg.

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