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Bildung gewinnt Raum

 

Eingangstür Buntenskampschule
© Buch Spurensuche - ISBN 978-3-923952-15-1 
Erst im letzten Viertel des 19.Jahrhunderts setzte sich eine neue Einstellung zur Bildung in der Politik und der Bevölkerung durch. Die hamburgische Landschulordnung von 1879 markierte einen Wendepunkt in der lokalen Schulgeschichte. Der Lehrplan wurde modernisiert, die Besoldung der Lehrer  verbessert und die Schulaufsicht von der Kirche auf den Staat übertragen.

Bis zum Ersten Weltkrieg erweiterte sich das Schulangebot in Geesthacht durch erhebliche finanzielle Anstrengungen der Gemeinde. 1880 gingen knapp 400 Kinder in Geesthacht zur Schule. Sie wurden durch neun Lehrer  unterrichtet. 1887 erfolgt die Einweihung eines neuen Schulhauses am Buntenskamp (heute das rechte Gebäude der Buntenskampschule). Es enthielt elf Klassenzimmer, ein Konferenz- und Lehrerzimmer, zwei Schullehrerwohnungen, fünf Einzelwohnungen für nicht fest angestellte Lehrer und eine  Hausmeisterwohnung.

1896 baute die Gemeinde ein neues Mädchenschulhaus. 1900 und 1906 wurde die Buntenskampschule durch Anbauten um einige Klassenzimmer erweitert. 1909/10 erfolgte dann ein Erweiterungsbau (heute der linke Bau im klassizistischen Stil) mit Turnhalle, die im Hamburger Raum als „vorbildlich“ galt. 1920 führte die Gemeinde eine vollständige Renovierung der Mädchenschule durch. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges gab es 25 Klassen mit 800 Schulkindern in den beiden Schulen. Mit der Stadtwerdung Geesthachts 1924 erhielten die Schulen den Namen  „Stadtschule für Knaben und Mädchen“. 1948 gingen ca. 3.000 Kinder in die getrennte Knaben- bzw. Mädchenschule. Nach 1952 wurden sie zusammengelegt unter dem Namen „Buntenskampschule“ heute die Grund- und Hauptschule Buntenskamp.

Bildung genoss kein besonderes Ansehen in Geesthacht. So klagte Pastor Grabet 1842, dass ihn das Verhalten der Gemeindemitglieder „…zu der traurigen Überzeugung geführt hätte, dass der Schulmeister von vielen in dieser teilweise sehr entarteten Gemeinde als höchst überflüssige Person betrachtet werde.“

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