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© Stephan Darm 
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Ein Brunnen unter Wasser

Der Stadtpark, „Hachede-Park“ – nach dem Gründungsort Geesthachts – genannt, zwischen der Bergedorfer Straße und dem Markt stellt einen wichtigen „Trittstein im Grünachsenkonzept“ der Stadt dar und einen Ruhepol im Innenstadtbereich. Der Park mit seinen Wegen, Bänken und dem schönen   Teich lädt zum Verweilen ein. Dazu zählen auch die so genannten „blauen Tore“. Sie markieren symbolisch einen historischen Weg: die Verbindung von der Elbe in die Stadt. Wer von der Elbe durch den Kirchenstieg kommend durch die kunstvollen Tore hindurch sieht, schaut auf die Winkelstraße und  damit in die Verlängerung zur Innenstadt.
Bei den Ausschachtungsarbeiten für die Neugestaltung des Parks legten Arbeiter 1988 den unteren Teil eines Brunnens des ehemaligen Pastorats der St. Salvatoris-Kirche frei.
Aus dem Brunnen haben Mitglieder des Geschichtsvereins zahlreiche Gegenstände  aus Geesthachts Vergangenheit geborgen. Sechs Meter tief wurde dann das Innere des 1,20 Meter breiten Brunnens ausgehoben. Zu Tagekamen zahlreiche Glas- und Porzellanscherben, Emailletöpfe, intakte Gläser und Flaschen z. T. mit Aufdruck, Tonkrüge, Haarspangen, handbemalte Ofenkacheln  und eine Kindertasse mit einem Leopardenmotiv – also so genannter „Kulturschutt“. Die Funde stammen überwiegend aus dem 19. und 20, die anderen vermutlich sogar aus dem 18. Jahrhundert. Zu sehen sind heute die meisten dieser Funde in der regionalgeschichtlichen Dauerausstellung im  GeesthachtMuseum!
Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege untersuchten den Brunnen in der Folgezeit und kamen zum Ergebnis, das er vermutlich aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt. Leider wurde der Brunnen nicht unter Denkmalschutz gestellt, obwohl er die  Wasserversorgung der Ortsbewohner in der Vergangenheit dokumentiert. Für die weitere Stadtparkplanung spielte der Brunnen keine Rolle und wurde „geflutet“.
Heute bei ruhigem und einigermaßen klarem Wasser sowie den richtigen Lichtverhältnisse kann man den oberen Rand des Brunnens nur  erahnen. Leider folgten damals die zuständigen Stellen nicht dem Ratschlag des Heimatbund und Geschichtsvereins, den Brunnen so zu sichern, dass er für Besucher sichtbar geblieben wäre. Ein Steg hätte dies problemlos ermöglicht. So sieht man also vom Brunnen heute – nichts, denn er liegt unter  Wasser.
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