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Der bronzene Alfred

 

Der Besuch der einzigen Bronzebüsten von Persönlichkeiten, die in Geesthacht stehen, setzt eine gute sportliche Verfassung voraus, wenn sie per Fahrrad oder gar zu Fuß aufgesucht werden wollen: denn die Standorte befinden sich im Westen (s. S. 38), Osten (s. S. 55) und im Zentrum des  Stadtgebietes. 1985 hat die Bezirksgruppe Geesthacht des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg dafür gesorgt, dass die Büsten von Alfred B. Nobel (1833-1896), Carl Duttenhofer (1872-1921) und Dr. Gustav Aufschläger (1853-1934) wieder zurück nach Geesthacht kamen und hier  einen Platz in der Nähe ihrer Wirkungsstätten fanden. Die Büsten hatten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bzw. bis 1971 in Düneberg und Krümmel gestanden. Danach wurden sie zum Firmensitz der Dynamit Nobel AG in Troisdorf gebracht. Die Büste des Schweden Alfred Nobel steht vor dem GeesthachtMuseum!. Sie ist leider nur eine Kopie und steht auch weit entfernt von der ursprünglichen Wirkungsstätte Nobels „auf dem Krümmel“. 1988 zierte sie die erste Dauerausstellung im neu eingerichteten Museum Krügersches Haus, seit 1993 steht sie auf dem Vorplatz des

Museumsareals. 1865 wurde nichts Geringeres als Weltgeschichte geschrieben, als Alfred Nobel „auf dem Krümmel“ die erste industriell fertigende Nitroglycerinfabrik auf dem europäischen Kontinent errichten ließ und dort knapp zwei Jahre später das Dynamit erfand. Diese Fabrik war der Ausgangspunkt des  weltumspannenden Wirtschaftsimperiums. Anfänglich ein Alptraum wegen verheerender Explosionsunglücke, später zusammen mit der 1877 in Düneberg erbauten Zweigniederlassung der Pulverfabrik Rottweil a.R. orts- und landschaftsprägend. Beide Fabriken fusionierten später und prägten den Ort und seine Umgebung über 70 Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. 1925/26 gingen die beiden Fabriken mit im I.G. Farben-Konzern auf. S eit 2010 heißt die Integrierte Gesamtschule ( IGS ) »Alfred-Nobel-Schule (ANS) Geesthacht“.

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