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© Stephan Darm 
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Ein „Mohrbutter“ im Geesthachter Rathaus

Vor dem Geesthachter Ratssaal hängt seit 2008 ein bedeutendes Gemälde des Künstlers Alfred Mohrbutter (1867-1916). Es zeigt den Geesthachter Pastor Karl-Walter Natus. Mit dem Bild ist eine Geschichte verknüpft, die auch über den Umgang mit Kulturgegenständen in Geesthacht Zeugnis ablegt.  Karl-Walter Natus war ein verdienter Mann und von 1895 bis 1914 Pastor an der St. Salvatoris-Kirche in Geesthacht. Er war Mitbegründer des Bürgervereins, der unter anderem die Einrichtung einer Badeanstalt und einer Gemeindebücherei veranlasste. Natus hat außerdem den ersten Entwurf für das  künftige Geesthachter Stadtwappen erstellen lassen.

Der Hamburger Maler Alfred Mohrbutter war mit Karl-Walter Natus (1863-1914) befreundet. 1895 hatte Natus sein Amt an der St. Salvatoris-Kirche angetreten, das Gemälde ist kurz danach entstanden. Es wurde erstmalig 1897 auf der Großen Kunstausstellung in der Hamburger Kunsthalle präsentiert  und sorgte mit seiner zeit-untypischen Rembrandt’schen Dunkeltonigkeit für Aufsehen bei Publikum und Kunstkritik. Danach hing es bis Mitte der 1950er Jahre im Kirchenraum der St. Salvatoris-Kirche. Mit der Zeit geriet seine Bedeutung in Vergessenheit. Bei der Umgestaltung der Kirche verbannte der Kirchenvorstand das Gemälde auf den Dachboden. Holm Lilie, damals Vorsitzender der Bezirksgruppe Geesthacht des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg, setzte sich für den

Erhalt des Kunstwerks ein, das 1983 als Dauerleihgabe in die Obhut des Vereins ging, der eine erste  Restaurierung veranlasst. Es gelang dem Verein jedoch nicht, eine Ausstellungsmöglichkeit zu bekommen. Das Gemälde lagerte inzwischen im Magazin des Stadtarchivs Geesthachts. 2007 gab die Stadt eine umfassende Restaurierung und Neueinrahmung in Auftrag. Seit Oktober 2008 hängt das Zeugnis der Geesthachter Stadtgeschichte im Vorraum des Ratssaales.

Besichtigen Sie das Gemälde im Geesthachter Rathaus, Markt 15. Es befindet sich im ersten Stock.

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