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Rathaus
© Stephan Darm 
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Wie ein grünes Band zieht sich der Stadtwald durch Geesthacht. Selbst über die Elbe hinweg ist das imposante Blätterwerk am Geesthang erkennbar. Doch das Stadtbild prägt diese grüne Lunge erst seit wenigen Jahrzehnten: Noch in den Nachkriegsjahren breitete sich in den Heidbergen – wie der  Name vermuten lässt – eine üppige Heidelandschaft aus. Darauf wuchs, nach Aufforstung, der Stadtwald langsam heran.
Wer die ältesten Bäume der Stadt sucht, wird an prominenter Stelle fündig: Vis á vis der St. Salvatoris-Kirche streckt ein Ensemble aus Eichen und Robinien seine Zweige seit  deutlich mehr als hundert Jahren gen Himmel. Doch auch wenn die Bäume perfekt mit dem hölzernen Turm harmonieren – das Alter der Kirche erreichen sie nicht. St. Salvatoris-Kirche wurde 1685 erbaut, das Pflanzdatum der Eichen und Robinien ist dagegen selbst im Pfarrhaus unbekannt. Biologen  schätzen sie auf bis zu 250 Jahre.
Verlässliche Unterlagen gibt es nur über die Eiche direkt neben der Kirche – sie steht auf öffentlichem Grund und wurde von einem Gutachter in Augenschein genommen. Der Experte bescheinigt, dass die Eiche seit etwa 1870 an dieser Stelle gedeiht – und das  prächtig. 2008 erreichte der mächtige Stamm einen Umfang von 3,43 Meter. Und der Baum wird die Kirche noch viele, viele Jahre beschatten: denn außer ein wenig Totholz entdeckte der Fachmann kein Anzeichen einer Baumkrankheit im Astwerk der Eiche.

Wilhelm Busch
© Buch Spurensuche - ISBN 978-3-923952-15-1 
Wenn einer, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der. (Wilhelm Busch)
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