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Rathaus
© Stephan Darm 
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Eine  besondere Bedeutung für die Heimatgeschichte hatte die ehemalige Druckerei Matzke, Ecke Rathausstraße 44 / Buntenskamp. Der aus Dithmarschen stammende Büsumer Druckermeister Wilhelm Matzke (1891-1968)gründete 1919 ein Druck- und Verlagshaus an der Rathausstraße 44. Er hatte ein großes Interesse an der Heimatgeschichte und veröffentlichte die ersten Geesthachter Heimatbücher. 1925 erschien zum ersten Mal die von ihm ins Leben gerufene „Geesthachter Zeitung“, später das „Geesthachter Wochenblatt“. Nach mehr als 20 Jahren verkaufte Wilhelm Matzke die Zeitung an die Bergedorfer Buchdruckerei von Eduard Wagner, wo sie noch heute erscheint Langjährige Verlagsgeschäfte waren dagegen der Druck des örtlichen Telefonbuches von Geesthacht und der Vereinszeitungen zahlreicher Geesthachter Vereine.
1966 übergab Wilhelm Matzke die Buchdruckerei seinem Sohn, dem Schriftsetzermeister Werner Matzke (1927-1992), während Sohn Willi (1922-2003) das Schreibwarengeschäft weiterführte, in dem ein alter Trettiegel bis zum Schluss Buchdruckdienste leistete. Werner modernisierte zwar die Druckerei und gewann neue Kunden wie die Norddeutsche Teppichfabrik, dennoch musste diese Traditionsdruckerei im Jahre 1973 aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Erhalten geblieben ist aber die älteste über 150 Jahre alte Druckmaschine der Firma Matzke, ein fußpedalbetriebener Trettiegel. 
Die Firma Walter Flügge bzw. seit 1999 die „Flügge Printmedien KG“ übergab 2008 die aus den Gründerzeiten stammende Bleisatzeinrichtung dem städtischen Museum. Zusammen mit dem restaurierten Trettiegel, den der Geschichtsverein dankenswerter Weise 2008 zur Verfügung stellte, stand dem Museum damit eine funktionsfähige historische Druckerei zur Verfügung. Seit August 2009 kann man von ehemaligen Schriftsetzern, um Hans-Jürgen Flügge und Mitgliedern des Geschichtsvereins, sich in die  Geheimnisse der Schwarzen Kunst einweisen lassen. Und nach einer fachlichen Unterweisung haben Interessierte sogar die Möglichkeit selbst kleinere Drucksachen herzustellen, denn die Tausende von Buchdrucklettern aus Blei und Holz gewährleisten eine Vielzahl von Drucken. Man kann aber auch einfach nur schauen, staunen und die Vorführungen genießen.
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