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© Stephan Darm 
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Mit Beginn der industriellen Entwicklung in Geesthacht, insbesondere durch die Dynamit- und Pulverfabriken Krümmel und Düneberg, wurden mehrere Buchdruckereien gegründet. Sie druckten überwiegend die Produktionsformulare für die Fabriken und Geschäftsdrucksachen für die am Ort expandierenden Betriebe von Handwerk und Handel. An sechs Standorten der Geesthachter Innenstadt sorgten einst Buchdrucker und Schriftsetzer für grafische Produkte jeglicher Art. Ein siebter Standort war die Werksdruckerei der Dynamit Nobel AG im Werk Krümmel.
Die erste Druckerei gründete Adolf Flügge. Das ehemalige Druck- und Verlagshaus existiert  heute  noch: Buntenskamp 15. Der aus Escheburg stammende Buchbindermeister Adolf Flügge (1865-1940) eröffnete hier am 18. Juli 1891 die Geesthachter Buchdruckerei. Er schuf im Laufe der Jahre einen für damalige Verhältnisse technisch neuzeitlichen Betrieb. Neben den örtlichen Gewerbetreibenden waren seine Hauptkunden die Dynamit- und Pulverfabriken Krümmel und Düneberg sowie die Nordwestdeutsche Klassenlotterie.
Am 23. Oktober 1934 übernahmen seine Söhne Walter (1899-1961) und Herbert (1903-1959) die Druckerei, die 1937 den Betrieb um eine Kartonagenfabrikation zur Herstellung von Dynamit-Verpackungen erweiterte.
1957 erfolgte die geschäftliche Trennung der Brüder Walter und Herbert Flügge. Herbert führte den Stammbetrieb unter seinem Namen weiter. Nach seinem Tod im Jahre 1959 übernahmen seine Kinder Ingrid und Günter  kurzzeitig diese Aufgabe und verkauften 1961 an Fritz Racherbäumer. Die Firma erhielt nun den Namen „Lauenburgische Buchdruckerei“. Hier wurden die ersten Ausgaben des von Kurt Viebranz gegründeten „Geesthachter Anzeiger“ gedruckt. Später verkaufte Racherbäumer den Betrieb an den Schwarzenbeker Druckunternehmer Karlheinz Bude, der neben den normalen Druckaufträgen die Vorarbeiten von Anzeigenblättern abwickelte und zugleich den Offsetdruck und Fotosatz einführte. 1995 wurde der Betrieb geschlossen. Das Gebäude steht seit etlichen Jahren leer und harrt der Dinge die kommen.
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