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© Stephan Darm 
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In den 1950er Jahren entwickelt sich Geesthacht zum wichtigen Standort für die Erforschung und Nutzung der Kernenergie. Die GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH wurde 1956 als Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH im Geesthachter Ortsteil Krümmel gegründet.
Hauptprojekt in den 1960er Jahren war der Atomfrachter Nuklearschiff (NS) Otto Hahn, welcher 1964 vom Stapel lief und bis zum Jahr seiner Stilllegung 1979 Forschungszwecken diente. Seit dem Verzicht auf Anschlussprojekte spielt der Schiffbau keine Rolle mehr in der Arbeit des GKSS-Forschungszentrums, und die Abkürzung GKSS wird heute nicht mehr aufgelöst. Die Otto Hahn wurde 1982 nuklear entsorgt und verkauft.
Mit der Entsorgung des Schiffes entstand in der Geesthachter Ratsversammlung die Überlegung, das Geesthachter Wappen, das am Schiffsbug angebracht war, als Denkmal in der Stadt aufzustellen. Man wählte einen Platz nahe der Elbe gegenüber dem Freibad. Ein Sockel in der Form eines Schiffsbugs wurde aufgestellt und das Denkmal am 20. Dezember 1982 feierlich eingeweiht.
Es erinnert an die Rolle Geesthachts, auf der Suche nach einer friedlichen Nutzung der Kernenergie. Der ehemalige Druckbehälter lagert bei der GKSS tief unter der Erde. Der Schornstein, der mehr eine Zierfunktion hatte, steht auf dem Außengelände des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven.
Das Nuklearschiff NS Otto Hahn wurde als drittes ziviles Schiff nach dem sowjetischen Eisbrecher Lenin und der amerikanischen Savannah von einem Kernreaktor angetrieben. Das Schiff wurde nach dem Kernchemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn benannt, der beim Stapellauf 1964 persönlich anwesend war. Es war als Symbol einer „strahlenden“ Zukunft gedacht und blieb das einzige deutsche Schiff  mit  Kernenergieantrieb, im Volksmund auch das „Atomschiff“ genannt. Das Schiff wurde Anfang 2010 in Bangladesch abgewrackt.
Die GKSS heißt seit 2010: Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Materialforschung und Küstenforschung.
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