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© Stephan Darm 
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„Geesthacht gleicht einem Gluthenmeer“ und „Ganz Geesthacht brennt“, so lauteten die Zeitungsüberschriften, als 1888 und 1928 durch zwei Großbrände die historische Bausubstanz Geesthachts fast vollkommen vernichtet wurde.
Die im Ort vorhandenen Hausbrunnen und Feuerlöschteiche sowie die durch die amtliche Feuerordnung auferlegten Pflichten für die Bürger im Falle eines Brandes hatten dramatisch gezeigt, dass die Wasserversorgung insbesondere für die Feuerwehr bei weitem nicht ausreichte. Erst der letzte Großbrand wirkte sich auf die Wasservorsorgung der Feuerwehr und der Einwohner Geesthacht aus: Schon seit 1924 hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eine Feuerlöschringleitung angemahnt. Diese Forderung wurde endlich erfüllt, die Leitung bis 1930 fertig gestellt.
Sie war gleichzeitig der Grundstock für die städtische Wasserversorgung. Die Kosten von rund 100.000 Mark teilten sich der Staat, die Stadt und die Feuerkasse. Die Wasserversorgung der meisten Haushalte in Geesthacht erfolgte bis dahin durch Hausbrunnen, aus denen das Wasser mit der Hand gepumpt wurde.
Mit der Feuerlöschringleitung war zwar den Ansprüchen der Brandbekämpfung Genüge getan, aber eine umfassende, zentrale Wasserversorgung für die Einwohner gab es damit  immer noch nicht. Eine Ortssatzung mit dem gesetzlichen Zwangsanschluss schaffte hierzu die Möglichkeit und nach und nach erhielten so sämtliche Haushalte ab 1931 Hausanschlüsse, über die das städtische Wasserwerk Wasser verkaufte.
Das erste Siedler-Wasserpumpwerk scheint 1925/26 gebaut worden zu sein, im Rahmen von Bauvorhaben am Schwarzen Kamp, Pastorenkoppel und Rudolf  Messerschmidt Straße. Dieses Pumpwerk stand an der Stelle, wo sich heute das Wasserwerk Richtweg befindet. 
Es war an einen Brunnen angeschlossen, der das Wasser bis aus einer Tiefe von fast 50 Metern sammelte. Das Wasser wurde dann in einem unterirdischen 600 Kubikmeter fassenden Vorratsbehälter vorgehalten. 1942 wurde der Brunnen bis auf 82 Meter vertieft.  Das Pumpwerk Richtweg führte sein gefördertes Wasser zum Hochbehälter über dem Riesdahl. Während des Zweiten Weltkrieges mussten neben den zwei vorhandenen, neue Brunnen gebohrt werden.
1985 wurde das alte Pumpwerk stillgelegt und durch das heutige, leistungsfähigere ersetzt. Heute befindet sich in dem aus massiven Klinkern erbauten Gebäude mit den auffälligen blauen Fensterrahmen ein Graphikbüro im Richtweg 38.
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