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© Stephan Darm 
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Vor Inbetriebnahme der Elbbrücke am 14. September 1966 wurden in der Region um Geesthacht zwei Autofähren (Geesthacht und Krümmel) und eine Personenfähre (die „Glocke“ in Düneberg) betrieben.
Die Geesthachter Fähre, Anleger beim „Fährhaus Ziehl“, verkehrte zwischen Geesthacht und Marschacht. Der Brückenbau hatte für die Fährbetriebe böse Folgen, sie stellten ihren Dienst ein. Geesthachts Fährmann Ernst Feltig wollte erst noch weiter machen, aber er beendete den Betrieb am 31. Dezember 1966.
Benutzt wurden die Verbindungen regelmäßig in der Woche von den Bauern und Händlern aus Niedersachsen, die zum Wochenmarkt kamen und dort ihre Waren anboten. Auf diesen Fahrten über die Elbe wurden natürlich auch unter den Fahrgästen Neuigkeiten ausgetauscht  und  weitererzählt. Fähren sind kommunikativ, Brücken nicht.
Bei knackigem Frost fror die Elbe in „den guten alten Zeiten“ regelmäßig zu. Deshalb verkehrte auch keine Fähre. Im Winter 1963 war die Elbe so stark zugefroren, dass sogar Autos von Geesthacht nach Marschacht fahren konnten. Der Fährmann war indes nicht arbeitslos, er hatte eine Piste herzurichten und freizuhalten. Auch für diese Überfahrt auf dem Eis kassierte er eine kleine Gebühr. Mit dem Ende der Fähren ging ein Stück Lokalkultur zu Ende.
Heute  werden  in  Geesthacht am ehemaligen Fähranleger die Enten gefüttert und in Marschacht kann man ebenfalls noch
die Anlegestelle gut erkennen.

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