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Fällt der Name Ziegenkrug, denkt man in Geesthacht zuerst an das Hochhaus an der B5. Doch die Kreuzung zur Lauenburger Straße gehört zu den geschichtsträchtigen Stätten in der Umgebung. Früher führte hier die alte Poststraße Hamburg–Berlin vorbei. An dieser Stelle errichtete am 9. April 1709 Christian Schnackenberg, der frühere Wirt „Zum Grünen Jäger“, für die Kommodität der Reisenden ein Gasthaus. Diese Wirtschaft diente als Aus- und Anspannstelle für die Postkutschen und natürlich konnten sich hier die Durchreisenden in der Gaststätte erfrischen. Auch der bekannte Wilddieb Hans Eidig soll hier ein guter Gast gewesen sein. Er genoss den Branntwein und die hübschen Mädchen aus Geesthacht. Auch sein erlegtes Wild wurde in dieser Gaststätte umgeschlagen und nach Hamburg verkauft. Bis in die 1950er Jahre veranstalteten die Geesthachter auf dem Gelände das bekannte Ringreiten.

Der Name „Ziegenkrug“ kann daher rühren, dass sich hier die ziehenden Ziegenherden sammelten, um in den Buschbergen zu weiden. Auf alten Flurkarten findet man für dieses Landstück die Bezeichnung: „Auf dem Segen Kroog“, d.h. ein weit vom Ort ent-ferntes Landstück oder „Kroog“ in feuchtem oder „segem“ Gelände.Bis 1907 war der Ziegenkrug eines der ältesten Strohdachhäuser in Geesthacht. Das alte Gebäude wurde dann abgerissen, und ein Neubau mit Saal entstand.Dieser neue Bau, die Gaststätte, wurde in den 1970er Jahren abgerissen und auf diesem Platz ein Hochhaus gebaut. (hk)

Als im März des Revolutionsjahres 1848 der damalige Prinz von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., von Berlin flüchtete, hat er im Ziegenkrug als Postillion verkleidet übernachtet, am nächsten Morgen mit dem Postwagen die Fahrt nach Hamburg fortgesetzt und sich dort nach London eingeschifft.
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