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© Stephan Darm 
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Berechnungsbeispiel für einen Ausbaubeitrag


Angenommen, in der A-Straße wurden die Fahrbahn, Gehwege, Regenwasserkanal, Straßenbeleuchtung und die Straßenentwässerung erneuert.
 
Hierfür wären folgende Kosten angefallen:
 
Fahrbahn                                100.000 €
 
Gehwege                                  50.000 €
 
Regenwasserkanal                50.000 €
 
Straßenbeleuchtung               15.000 €
 
Straßenentwässerung             5.000 €
 
Gesamtbaukosten                220.000 €
 
Von den Gesamtbaukosten werden auf die Grundstückseigentümer insgesamt 195.000 € umgelegt. Diese Differenz entsteht, weil die Kosten für die Erneuerung des Regenwasserkanals zu 50% der Entwässerung der Straße und zu 50% der Entwässerung der Grundstücke dienen.
 
Würde es sich bei der Straße um eine Haupterschließungsstraße im Sinne der Straßenbaubeitragssatzung handeln, werden dehalb die Kosten wie folgt umgelegt:
 
Fahrbahn                                40% von 100.000       40.000 €
 
Gehwege                                60% von 50.000         30.000 €
 
Regenwasserkanal                60 % von 25.000      15.000 €
 
Straßenbeleuchtung              60% von 15.000         9.000 €
 
Straßenentwässerung           60 % von 5.000          3.000 €
 
Umgelegte Kosten insgesamt                                 97.000 €
 
Dieser Betrag wird letztendlich auf alle Grundstücke umgelegt, die die Möglichkeit haben, die Straße zu nutzen. Hierzu werden im Vorwege alle Grundstücke nach der Straßenbaubeitragssatzung bewertet und alle bewerteten Flächen zusammengerechnet, dann wieder durch die umzulegenden Kosten geteilt. Mit dem dann ermittelten Vervielfältiger wird die jeweilige Grundstücksfläche multipliziert. Jedem Ausbaubeitragsbescheid ist ein Berechnungsbogen beigefügt.
 
Die Einstufung einer Straße in eine Kategorie hat unmittelbare Auswirkungen auf die Höhe der Ausbaubeiträge. Die Entscheidung, zu welcher Straßenkategorie eine Straße gehört, ist keine politische Entscheidung, sondern wird anhand der Verkehrsbedeutung und Verkehrsfunktion von der Verwaltung getroffen. Anliegerstraßen in Geesthacht sind beispielsweise nach der jetzigen Situation Forstweg, Vollrathsweg, Marktstraße, Pastorenkoppel, Schwarzer Kamp, Gerstenblöcken. Haupterschließungsstraßen sind unter anderen Keil, Norderstraße, Lauenburger Straße. Hauptverkehrsstraßen sind Hansastraße, Berliner Straße, Geesthachter Straße, Elbuferstraße.
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