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© Stephan Darm 
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Von 1420 an gehörte die Dorfschaft Geesthacht zu den beiden Städten Hamburg und Lübeck. Die Hansestädte wechselten die Verwaltung der kleinen Gemeinde alle zwei –später alle vier - Jahre ab. Sitz der Verwaltung war das Schloss in Bergedorf. 1868 kaufte Hamburg den lübbischen Teil. Die alteuropäische Ordnung kannte eine Selbstverwaltung in den Dörfern nicht. An der Spitze der lokalen Gesellschaft stand der von der Herrschaft ernannte Vogt, dem zwei ebenfalls ernannte Kirchenjuraten zur Seite standen. Eine Trennung zwischen Kirche und Staat bestand nicht. Der Vogt hatte die Aufgabe, die Anordnung der Herrschaft in der Gemeinde zur Geltung zu bringen sowie wichtige Ereignisse anzuzeigen. Erst die Epoche der französischen Besatzung (1805-1813) setzte neue Impulse frei. Die Gemeinde begann, nach mehr Selbständigkeit zu streben. Die große Reform erfolgte jedoch erst 1843. In diesem Jahr beschlossen die Senate von Hamburg und Lübeck eine Gemeindeordnung für die Dorfschaft Geesthacht. Dem Amt Bergedorf oblag nach wie vor die Beaufsichtigung der Gemeindeangelegenheiten, die von den Geesthachtern selbst durch den Vogt als dem herkömmlichen Vorsteher und Wortführer der Gemeinde und durch acht von der Gemeindemitgliedern gewählten Personen geregelt wurden. Voraussetzung für die Stimmabgabe waren Grundbesitz und männliches Geschlecht. Gleichzeitig mit der Einführung der kommunalen Selbstverwaltung wurde die große Agrarreform der Verkoppelung durchgeführt.
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