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© Stephan Darm 
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Der erste bekannte Streik Geesthachter Arbeiter findet 1865 statt und ist eine für damalige Verhältnisse aufsehenerregende Aktion. Mehr als fünf Wochen dauert der zusammen mit Kollegen in Hamburg geführte Arbeitskampf, der für die auf der Glasfabrik beschäftigten Korbmacher mit einem Sieg endet. Es geht den Streikenden vor allem um die Abschaffung von Kost und Logis beim Meister sowie um einen geregelten Tariflohn. 1901 beträgt der durchschnittliche Wochenlohn der Korbmacher 14,15 Mark, während die Korbmacherinnen trotz gleicher Leistung nur 10,50 Mark verdienen. Zum Vergleich: die durchschnittliche Jahresmiete beträgt 108 Mark. 1905 führt die unterschiedliche Bezahlung der gleichen Arbeit von Männern und Frauen zum ersten Streik von Korbmacherinnen in der Glashütte Geesthacht. 94 Personen beteiligen sich an diesem Ausstand. Von 1906 an werden die Lohn- und Akkordsätze durch Abkommen mit dem Deutschen Holzarbeiter-Verband tarifvertraglich geregelt. 1907 wird festgelegt, dass der Tageslohn 4,75 Mark respektive 50 Pfennige in der Stunde beträgt. Das enstpricht einer Lohnerhöhung um 8 Prozent. Doch schon ein Jahr später werden diese Lohnsteigerungen wegen eines Konjunktureinbruches wieder zurückgenommen. Bis zur Stilllegung der Glashütte 1913/14 werden die Löhne von 1907 nicht mehr erreicht.
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