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© Stephan Darm 
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Diese Nachricht verbreitete sich früher wie ein "Lauffeuer" von einem Elbort zu anderen. In der Zeit, als noch keine Eisbrecher fahren und die Fahrrinne der Elbe noch nicht reguliert ist, warten die Leute am Unterlauf der Elbe in jedem Jahr auf das "böhmische Eis" - nicht nur in Hamburg, sondern vor allem elbaufwärts in Geesthacht und Boizenburg, bis nach Tangermünde. Die Deichhauptleute kommen Tag und Nacht nicht aus den Kleidern heraus, wenn der Eisgang einsetzt. Zusammen mit den Bauern, Fischern und Tagelöhnern müssen sie das Eis unter den Brücken durchstoßen, damit es die Brückenpfeiler nicht beschädigt und sich nicht staut; das hätte nämlich eine Überschwemmung des umliegenden Landes zur Folge.

Eine solche Überschwemmung führt 1683 dazu, dass einzelne Häuser Geesthachts sowie die Kirche der Dorfschaft aufgegeben werden müssen. In der Nacht vom 1. auf den 2. März türmen sich die Eisschollen dermaßen heftig am Geesthachter Ufer, dass auf der Südseite des Kirchhofs die Gräber aufbrechen und etliche Leichen die Elbe hinabtreiben. Am Tag darauf trägt man Gestühl, Kanzel, Altar, Taufstein und Epitaphen aus der alten Petri-Kirche und holt die Glocken und die Uhr vom Turm herunter. In den folgenden Tagen brechen die Geesthachter die Kirche ab und bauen sie ein Jahr später auf dem nördlichen Talsander als St. Salvatoris Kirche wieder auf. Im Jahr 1805 muss aus dem gleichen Grunde auch das Dorf (Alt-)Besenhorst verlegt werden, an die heutige Bundestraße 5.

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