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Rathaus
© Stephan Darm 
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"Geesthacht gleicht einem Gluthenmeer". Der Sommer ist heiß und sehr trocken. Am 28. August 1887 feiern an die 800 Gäste, zumeist aus Hamburg, im Gasthaus von. J. H. Peters (dem heutigen Rathaus). Der Höhepunkt soll ein Feuerwerk sein.

 

Um 21.30 Uhr versammelt sich die Ausflugsgesellschaft auf dem Vorplatz und im Garten und die Raketen werden gezündet. Als sich dann ein so genannter "Schwärmer" auf dem Strohdach landet, entsteht ein kleiner Brandherd. Gastwirt Peters und Polizeiofficiant Sagell klettern auf das Dach um den Schwelbrand zu löschen. Das scheint zu gelingen. Kurz darauf quillt jedoch Rauch aus dem Inneren des Hauses und im Nu steht das ganze Dach in Flammen. Die Funken wehen über den Ortskern und setzen weitere strohgedeckte Häuser an der Rathaus- und Schillerstraße sowie der Bergedorfer Straße in Brand.

 

Die Feuerwehr unter Leitung von A.H.E. Piep ist machtlos - mit Feuerhaken und Kübeln, die von Hand zu Hand gereicht werden, können die Männer das Feuer nicht löschen. Eine Motorspritze hat die Wehr noch nicht. Als zwischen 23.50 Uhr und 0.50 Uhr die Feuerwehren aus Curslack, Alten- und Neuengamme sowie aus Bergedorf eintreffen, gleicht "Geesthacht einem Gluthenmeer". Der Ortskern vom heutigen Rathaus bis zum Kaufhaus Hackmack steht in Flammen. An die 40 Häuser, Scheunen und andere Wirtschaftsgebäude brennen nieder, 260 Menschen werden obdachlos. Der Korbmacher C.H. Hilkemeyer aus Hamburg, der den Schwärmer gezündet haben soll, wird zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

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