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Seit 1999 wird im Auftrag der Stadt Geesthacht an der Plaisirstraße/Hoogezand-Sappemeer-Ring das Grundwasser mittels Aktivkohle gereinigt.

In den Jahren 1914 bis 1918 befand sich an dieser Stelle ein Kraftwerk der Pulverfabrik Düneberg. Das Gebäude wurde 1918 abgerissen, der Keller mit der gefüllten Teerölabscheidegrube blieb bestehen.

Im Jahre 1988 stieß man bei Erschließungsarbeiten auf diesen Keller. Über die Jahrzehnte hinweg hatte das Teeröl den Untergrund und vor allem das Grundwasser stark verunreinigt. Die Inhaltsstoffe des Teeröls, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Phenole, Benzol, Toluol und Xylol sind schädlich für Mensch und Tier. Von dem im Untergrund ab ca. 4 m Tiefe anstehenden Grundwasser geht keine Gefährdung für die Anwohnerinnen und Anwohner aus. Die Errichtung und der Betrieb von Gartenbrunnen u.ä. im Abstrom des Schadens, d.h. südlich der Plaisirstraße in Richtung Elbe, sind aber aufgrund der Verunreinigung des Wassers nicht gestattet.

Nach der kompletten Sanierung des Bodens 1996 wurde 1999 eine Anlage zur Aufbereitung des kontaminierten Grundwassers errichtet. Mit einer Pumpe wird das Wasser zurzeit aus 4,5 m Tiefe mit rd. 5 Kubikmetern pro Stunde nach oben gefördert und über drei hintereinandergeschaltete Aktivkohlefilter geleitet. Die Schadstoffe werden soweit aus dem Wasser entfernt, dass das Wasser mit der Qualität von Regenwasser in die städtische Kanalisation geleitet werden kann. Durch regelmäßige Untersuchungen des zu- und abfließenden Wassers wird die Anlage überwacht.

Das Land Schleswig-Holstein hat die Sanierungsuntersuchungen und -maßnahmen gefördert.

In einer Machbarkeitsstudie wurden in 2009/2010 mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein alternative Sanierungsverfahren untersucht. Es sollte geprüft werden, ob es andere Verfahren gibt, die die Sanierungszeiten deutlich verkürzen und somit helfen würden, Geld einzusparen.

Die Machbarkeitsstudie zeigte, dass für den Schadensquellbereich mit größeren Dimensionen (Volumen und Masse der Schadstoffe) zu rechnen ist, als bisher angenommen. Eine abschließende Abgrenzung des Quellbreichs ist immer noch nicht möglich. Aufgrund des finanziellen Aufwandes kann zurzeit keine der untersuchten Sanierungsvarianten empfohlen werden. 

In den Jahren 2012 bis 2014 wurden weitere Untersuchungen zur Optimierung der laufenden Sanierung durchgeführt. Ein numerisches Grundwassermodell ergab weitere Aufschlüsse zu den Grenzen des Schadens und seinem Fließverhalten.

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