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Totholz - Gewinn für Optik und Tierwelt

Aufgeräumt war gestern – zumindest für diejenigen, die bei der Gartengestaltung an Insekten und andere Tiere denken. In ihrer Kampagne „Grau war gestern – vom Schottergarten zur blühenden Oase“ zeigt die Geesthachter Stadtverwaltung auf, mit welchem Verhalten und Gartenelementen man die Artenvielfalt im eigenen Grün unterstützen kann. Und das ist zum Beispiel mit Totholz schnell und schick gemacht.

Abgeschnittene Äste, Baumstämme und Stubben lassen sich zu Totholzhaufen aufschichten. Sie zersetzten sich langsam und bieten zahlreichen Tieren von Zauneidechsen über Insekten und Vögeln Nistmöglichkeiten, Nahrung und Überwinterungsquartier. „Totholz kann als eingegrabene Pfähle, dekorativ abgelegte Stammstücke oder Kunstobjekt auf Zeit zum Hingucker im Garten werden. Mit ein paar gebohrten Löchern mit unterschiedlichen Durchmessern ist es schon fast ein Insektenhotel“, erklärt Ulrike Stüber vom Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung.

Einige Beispiele für die Einbindung von Totholz in den Garten sind am Bienenpfad zu sehen, die der Fachdienst Umwelt gemeinsam mit dem Nabu und unterstützt von Geesthachter Kitas am Hafenbecken angelegt hat. Den Pfählen wurden dort zum Beispiel Töpfe „aufgesetzt“ – eine witzige Optik mit besonderem Etwas. Ebenfalls beeindruckend: Eine große Baumwurzel, die am Bienenpfad positioniert wurde und Insekten nun Schutz und Nahrung bietet.

Mit sogenannten „Benjes-Hecken“, die entstehen, indem zwischen parallel eingeschlagenen Pfahlreihen Äste und Zweige aufgeschichtet werden, lassen sich ganz schnell und kostengünstig wirkungsvolle Hecken beziehungsweise Abgrenzungen im Garten schaffen. „Während sich das Holz langsam zersetzt, finden Vögel hervorragende Brutplätze, Kleinsäuger, Amphibien und Insekten das ganze Jahr über ideale Verstecke. Zwischen den Zweigen können sich Wildpflanzen und Gehölze ansiedeln und geschützt aufwachsen“, nennt Ulrike Stüber den Nutzen der Konstruktionen für Tier- und Pflanzenwelt. Beschleunigen lasse sich der Prozess dadurch, dass gezielt Samen und Stecklinge eingestreut werden. „So wandelt sich die Benjeshecke mit den Jahren in eine Wildstrauchhecke um“, sagt Ulrike Stüber.

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