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Trockenmauern und Kräuter - ein gutes Team

Einige Steine, etwas Erde – fertig ist ein Paradies für Insekten. Naturstein- und Trockenmauern sind für die Förderung von Artenvielfalt in Gärten in mehrfacher Hinsicht interessant.Sie bieten den Tieren Schutz, Nistmöglichkeiten und Nahrung, denn Kräuter und einige weitere beliebte "Futterpflanzen" von Insekten gedeihen auf Steinmaunern besonders gut.

Aber was macht Trockenmauern und Natursteinmauern aus? Ihre Fugen und Fundamente sind nicht mit Mörtel oder Beton verfüllt, sondern allenfalls mit einer Lehmmischung. Im Garten lassen sich durch die Mauern wunderbar Räume abgrenzen oder Höhenunterschiede markieren. Aufgeschichtet können auch alte Pflasterplatten, Feldsteine oder Dachpfannen eine neue Funktion erhalten und ganz nebenbei Unterschlupfmöglichkeiten für viele Tierarten bieten.

Im Garten sehr beliebt sind Kräuterspiralen. Wie ein Schneckengehäuse wachsen Steinmauern zur Mitte in die Höhe, werden mit nährstoffarmen Substrat verfüllt und mit verschiedenen Kräutern bepflanzt. „Damit schafft man auf kleiner Fläche ein vielfältiges Angebot an Nahrungspflanzen und Unterschlupfmöglichkeiten“, erklärt Ulrike Stüber. So eine Kräuterspirale könne zu jeder Jahreszeit gebaut und bepflanzt werden. Einzige Voraussetzung: Die Temperaturen sollten über 0°C liegen.

Eine Alternative mit noch weniger Aufwand für die Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner: Lesesteinhaufen. Möglichst an einem sonnigen, windgeschützten Platz angelegt, bieten sie Sonnenplätze und Winterquartiere für viele Tierarten. Ulrike Stüber: „Auf einen Lesesteinhaufen können Steine wandern, für die es gerade keine Verwendung gibt, Steine aus dem Urlaub, überzählige Pflastersteine oder auch zerbrochene Pflanztöpfe aus Ton und Keramik.“

Aber warum sind Steine und Kräuter so ein gutes Team? Kräuter haben meist keine hohen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, aber sie mögen es warm. Die sonnige, exponierte Lage auf den Mauern sowie die Wärmespeicherung durch die Steine kommt vielen Kräutern daher sehr gelegen. Zu diesen so genannten mediterranen Kräutern, von denen ein Großteil auch in der Küche verwendet wird, zählen beispielsweise: Ananas-Salbei (Salvia elegans), Currykraut/Italienische Strohblume (Helichrysum italicum, Echter Lorbeer (Laurus nobilis, Echter Thymian (Thymus vulgaris), Lavendel (Lavandula angustifolia), Majoran (Origanum majorana), Oregano (Origanum vulgare) und Rosmarin (Salvia rosmarinus).

Auch für Böden mit anderen Merkmalen gibt es die passenden Kräuter: Schnittlauch und Pfefferminze können beispielsweise auf trockenen Böden gepflanzt werden, die keiner extremen Sonne ausgesetzt sind. Petersilie, Bärlauch, Dill, Estragon, Basilikum und Melisse gedeihen auf feuchten Böden. Die Blühzeiten der Kräuter decken Frühjahr bis Herbst ab. Wer Kräuter also schlau pflanzt, kann Insekten in vielen Ecken des Gartens und nahezu über die ganze Saison Nahrungsquellen bieten.

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