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GeesthachtMuseum!: “Mit Sand gebaut: Ein Blick in Geesthachter Kulturgeschichten”

Sprengstoff, Glas und Steine – bedeutende Produktionsstätten Geesthachts rücken von Mittwoch, 22. September 2021, bis Sonnabend, 9. Oktober 2021, im GeesthachtMuseum! (Bergedorfer Straße 28) in den Mittelpunkt. Denn dann ist im Krügerschen Haus die Ausstellung “Mit Sand gebaut: Ein Blick in Geesthachter Kulturgeschichten” zu sehen, die das Stadtarchiv Geesthacht und das GeesthachtMuseum! in Kooperation mit dem Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e.V. umsetzen. Sie  ist eingebettet in die “Tage der Industriekultur am Wasser”, an denen am 25. und 26. September zahlreiche Vorträge und Besichtigungen in der Region geplant sind (https://metropolregion.hamburg.de/industriekultur/).

Industrialisierung in Geesthacht begann gegen Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer großen Glasfabrik, die Transportflaschen, genannt Demijohns, herstellte. Mit Alfred Nobels Sprengstoffentwicklung entstanden in den Ortsteilen Krümmel und Düneberg erste industrielle Großfabriken. Im Zuge der Weltkriege 1914-18 und 1939-45 wuchsen diese Betriebe zu industriellen Rüstungskomplexen, die gegen Kriegsende bombardiert und dann demontiert wurden. Gleichzeitig produzierte das Familienunternehmen Holert fast während des gesamten 20. Jahrhunderts Hartsandsteine für den Hoch- und Tiefbau.

"Die Ausstellung im GeesthachtMuseum! wirft einen Blick auf die Anfänge und zeigt Teilaspekte des großen Themas Industrialisierung in Geesthacht. Eine Installation präsentiert beispielsweise filmisch die feinen Details eines Bauplans, der zur Errichtung eines Beamtenwohnhauses erstellt wurde.  Zugleich kann auch der Originalplan, der aus dem Geesthachter Stadtarchiv stammt, begutachtet werden”, kündigt Geesthachts Stadtarchivar Christoph Raneberg an. Die beiden Sprengstofffabriken bilden einen weiteren Themenschwerpunkt der Ausstellung.

Der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht zeigt neben Fotos und Plänen Objekte aus dem Arbeitsalltag der Fabriken, die aus verschiedenen privaten Sammlungen stammen sowie Glasobjekte. “Wir freuen uns über das Zustandekommen dieser ersten gemeinsamen Ausstellung über Geesthachts Industriegeschichte sehr. Ich halte diese einmalige Industriegeschichte für einen ungeschliffenen Diamanten, der enormen Facettenreichtum ahnen lässt", sagt Ulrike Neidhöfer vom Förderkreis Industriemuseum Geesthacht.

Aufgrund der derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird auf eine Eröffnung verzichtet. Der Besuch des GeesthachtMuseums! ist kostenfrei.

Informationen zu den Öffnungszeiten und möglichen Hygiene-Auflagen gibt es unter https://www.geesthacht.de/Bildung-br-Kultur/Geesthacht-Museum-/ sowie unter 04152 – 836258 und touristinfo@geesthacht.de bei der Geesthachter Tourist-Information.


Kuration und Projektbeteiligte: Dr. Julia Dombrowski (Stadt- und Kulturmanagement, Stadt Geesthacht), Christoph Raneberg (Stadtarchiv Geesthacht, Stadt Geesthacht), Ulrike Neidhöfer und Jochen Meder (Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e. V.)

Künstlerisch-technische Beratung und Umsetzung: Kirsten Rusche

Film: Adam Kulewitz

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