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Kulturnacht reloaded: Am 11. September 2021 wird Geesthacht zur Bühne

Mehr als 40 Veranstaltungen an mehr als 20 Orten: Am Sonnabend, 11. September, wird Geesthacht zur Bühne für Musizierende, Schauspielende und weitere Kreative. Denn an diesem Tag lädt die Stadt zur inzwischen dritten Auflage der Kulturnacht ein. Wie schon bei der Premiere 2018 ist der Besuch aller Veranstaltungen wieder kostenfrei. Ein Unterschied zu den vorangegangenen Kulturnächten: Die Stadt hat dieses Jahr bewusst Geesthachterinnen und Geesthachter zur Mitgestaltung des Programms aufgerufen – zum Programm der „Kulturnacht reloaded – Wir machen auch den Tag zur Nacht“.

„Herausgekommen ist eine Vielfältigkeit, von der wir selber überwältigt sind“, sagt Geesthachts Stadt- und Kulturmanagerin Dr. Julia Dombrowski, die bei der Organisation des Kulturevents den Hut aufhat. Hinter Programmidee und –umsetzung steckt dieses Jahr erstmals ein Team, dem neben Julia Dombrowski auch Bettina Knoop von der Geesthachter Tourist-Information, Kerstin Reinhardt aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Rathauses, Geesthachts Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky und Isabel-Sophie Stamer vom Fachdienst Bildung angehören.

Im Juni sind Vereine und Institutionen angeschrieben und der erste Aufruf zum Mitmachen veröffentlicht worden - die Resonanz war groß. „Niemals hätten wir damit gerechnet, dass so viele Personen, die in Geesthacht leben oder arbeiten, einen Beitrag zur Kulturnacht leisten möchten. Nachdem wir alle wegen der Corona-Pandemie so lange Zeit auf Veranstaltungen verzichten mussten, scheint das Bedürfnis nach Kreativität und Austausch unendlich groß zu sein“, sagt Julia Dombrowski. Die Corona-Pandemie sei auch ein Grund für die „reloaded“-Version. Julia Dombrowski: „Wir wollten nach dieser Zeit, in der alle viel verzichtet haben, möglichst viele Personen in die Kulturnacht einbinden. Aufgrund der vielen Rückmeldungen haben wir uns dann entschieden, auch tagsüber schon Programm zuzulassen. Besonders freuen wir uns, dass sich auch Kinder und Jugendliche sich beteiligen, Schulen und Kindertagesstätten bei unserem bunten Kulturfest mit dabei sind. Ich bin schwer beeindruckt und denke, dass an Tag und Nacht so manche Schätze zutage treten werden. Ein weiterer Positiv-Effekt: Durch die große Anzahl an Veranstaltungen werden bei den einzelnen Programmpunkten eher kleinere Gruppen zuschauen und zuhören, was uns mit Hinblick auf das Coronavirus sehr recht ist.“

Mindestens einen Fan hat dieses Konzept der „Kulturnacht reloaded“ bereits: „Die Kombination aus Programmpunkten von Geesthachter Kreativen und professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region gefällt mir richtig gut. Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wird. Geesthacht ist Vielfalt, Geesthacht ist bunt“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze.

Bevor das umfangreiche Programm gesetzt werden konnte, galt es nicht nur, Kontakt mit möglichen Künstlerinnen und Künstlern aufzunehmen. Auch die Veranstaltungsorte mussten gefunden, Inhaber von der Idee überzeugt werden. „Im Schuhhaus Purwin wird beispielsweise das Duo Abendsegler Coversongs spielen, in der Liliepassage werden Drucke, Collagen, Malerei und Fotografien zu sehen sein, auf dem Rathausvorplatz treten beispielsweise die Schrottrommler aus Lüneburg und der Geesthachter Kinderzirkus Salvini auf“, nennt Julia Dombrowski einige Beispiele. Im Rathaus wird darüber hinaus über Fairtrade und die Ziele der Agenda 2030 informiert – denn die Kulturnacht liegt dieses Jahr inmitten der „Fairen Woche“. „Geesthacht ist zertifizierte Fairtrade-Town, darum ist uns das Thema natürlich ein Anliegen. Wir werden darüber informieren, was Fairtrade bedeutet und in welche Bereiche unseres Alltags das Thema hineinspielt. Unter anderem werden wir dazu Kurzfilme vom Youtuber Felix von den Laden zeigen, der über seine Reise in die Kakaoregion Afrika berichtet. Und natürlich zeigen wir auch unser übergroßes, interaktives Schokoladenmodell“, erklärt Kerstin Reinhardt.

Zudem hat Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky Geesthachter Frauen aufgerufen, bei der Kulturnacht ihr Ausstellungsdebüt zu geben. Es werden in Kooperation mit der Geesthachter Volkshochschule also Kunstwerke von Frauen zu sehen sein, die ihre Arbeiten bisher noch nie der Öffentlichkeit präsentiert haben. „Knapp 30 Frauen haben sich gemeldet. Wir werden alle Räume der Volkshochschule für unsere Ausstellung nutzen, die vom Bürgermeister Olaf Schulze mit einer Vernissage eröffnet und mit Musik untermalt wird“, kündigt Anja Nowatzky an. Und: Ein Poetry Slamer wird während der Ausstellungszeit durch das Publikum gehen und Texte zum Thema Gleichberechtigung präsentieren. „Uns ist es sehr wichtig, in die Kulturnacht das Thema Gleichstellung zu involvieren und Frauenthemen aufzunehmen. Geesthacht ist facettenreich und das zeigen wir auch durch unsere Programmauswahl“, betont Julia Dombrowski.

Das gesamte Programm der Kulturnacht wird voraussichtlich Mitte August über die Homepage der Stadt www.geesthacht.de und einen QR-Code auf Veranstaltungsflyern einsehbar sein.

 „Es wurden unzählige Mails geschrieben und Telefonate geführt, ehe Räume und Kunstschaffende zusammenfanden und in unsere Terminabfolge passten“, sensibilisiert Julia Dombrowski für ein Element, das den großen Zeitaufwand hinter einer solchen Großveranstaltung ausmacht. Weitere Stunden flossen beispielsweise in Absprachen zu Veranstaltungstechnik und Equipment sowie Formalitäten wie zum Beispiel Hygienekonzepte – und in eine vermeintliche Nebensache, die das Organisationsteam bewusst ebenfalls in den Mittelpunkt rückt: Das Kulinarische. „Essen ist Kultur. Darum ist es uns besonders wichtig, dass viele unterschiedliche kulinarische Angebote gemacht werden und diese auch als Ausdruck von Kultur wahrgenommen werden“, betont Bettina Knoop.

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