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Gemeinsam gegen Corona: Politik und Verwaltung rufen zum Impfen auf

Restaurantbesuche und Reisen sind wieder möglich, Kultureinrichtungen sind geöffnet und in der Fußgängerzone gilt keine Maskenpflicht – aufgrund niedriger Infektionszahlen sind in Schleswig-Holstein in den vergangenen Wochen viele Corona-Maßnahmen gelockert worden, und auch in Geesthacht ist Schritt für Schritt wieder etwas mehr Normalität eingekehrt. Der Blick auf die Zahl der Neuerkrankungen im Kreisgebiet macht jedoch deutlich: Die Pandemie ist auch in unserer Region noch nicht vorbei.

„Aktuell steigen die Infektionszahlen wieder. Wir dürfen also nicht nachlässig werden und müssen weiterhin jeder unseren Beitrag leisten, dass das Infektionsgeschehen nicht an Dynamik zunimmt“, sagt Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze.  Derzeit weist der Kreis Herzogtum Lauenburg für Geesthacht eine 7-Tage-Inzidenz von 29,3 aus. Damit liegt die Elbestadt nur leicht unter dem Kreisdurchschnitt, der mit 30,8 angegeben wird (Stand 6.08.2021). Der Inzidenzwert setzt die Einwohnerzahl zur Anzahl der in den vergangenen 7 Tagen registrierten Neuerkrankungen ins Verhältnis und ist somit ein wichtiger Indikator für das aktuelle Infektionsgeschehen.

Ein wichtiger Baustein der bundesweiten Strategie zur Eindämmung des Coronavirus ist das Impfen – und für das sprechen sich nun auch ganz offensiv Verwaltungsspitze und Politik in Geesthacht aus. Bürgermeister Olaf Schulze und die Vorsitzenden aller politischen Fraktionen, die in der Ratsversammlung vertreten sind – also SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, BfG und Die Linke -, appellieren gemeinsam: „Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter, bitte nehmen Sie die Impfangebote wahr!“

„Als die Priorisierung für die Impfungen gefallen war, habe ich glücklicherweise über das Impfportal des Landes Schleswig-Holstein online Impftermine im Geesthachter Impfzentrum am Dialogweg erhalten. Die zweite Impfung habe ich wie andere auch weniger gut weggesteckt. Etwa zwei Tage habe ich mich nicht ganz fit gefühlt. Dennoch sage ich ganz deutlich: Diese Impfreaktionen, mit denen längst nicht jede und jeder zu tun haben, gehen rasch vorbei.  Hingegen können schwere Verläufe einer Corona-Infektion auch schwere Langzeitfolgen nach sich ziehen oder sogar tödlich sein. Ich denke, wir sollten darum alle verantwortungsbewusst handeln und uns vollständig gegen das Coronavirus impfen lassen, um uns und andere zu schützen“, sagt Olaf Schulze, der zudem darauf verweist, dass in Geesthacht bereits vor dem Fallen der Impf-Priorisierungen offene Impfangebote gemacht worden sind. „Wir hatten uns dafür eingesetzt, diese Angebote machen zu können. Herausgekommen sind bei unseren Bemühungen sechs Termine, bei denen mobile Teams in Geesthacht geimpft haben. Mehr als 750 Geesthachterinnen und Geesthachter sind bei diesen Stadtteilimpfungen gegen das Coronavirus geimpft worden“, erinnert Olaf Schulze.

„Jede und jeder kann und sollte sich jetzt impfen lassen, um sich und andere zu schützen. Impfen ist ein wichtiger Baustein für die Coronawende. Hier halte ich es mit dem Ministerpräsidenten: Impfen ist Bürgerpflicht! Ich freue mich, dass sich alle Fraktionen dem angeregten Impfappell angeschlossen haben“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister.

„Bitte nehmen Sie das Impfangebot wahr. Nur mit einer hohen Impfquote können wir gemeinsam das Virus in seiner Stärke entschärfen“, unterstreicht der CDU-Fraktionsvorsitzende Arne Ertelt.

 „Viele Krankheiten, wie Pocken oder Masern konnten in der Vergangenheit durch Impfungen bekämpft werden. Genauso hoffe ich durch die große Impfbereitschaft der Bevölkerung, dass die Gefahr durch das Corvid-19 Virus weitgehend gebremst wird“, betont Ali Demirhan, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen.

Volker Harburg, Fraktionsvorsitzender der BfG: „Wir sollten uns alle der Verantwortung bewusst sein, die wir gegenüber unseren Mitmenschen haben. Persönlich, ich selber, habe Asthma und deswegen habe ich mich schon aus eigenem Schutz impfen lassen."

Am 5. August 2021 (Stand 6.08.2021, 12.30 Uhr) wurden laut Gesundheitsministerium in Deutschland 485.195 Impf­dosen verabreicht. Damit sind 44.999.521 Personen (54,1 % der Gesamt­bevölkerung) vollständig geimpft. Insgesamt haben 51.750.882 Personen (62,2 %) mindestens eine Impf­dosis erhalten. Um die Gemeinschaft vor dem Coronavirus zu schützen, so schreibt es das Gesundheitsministerium unter www.zusammengegencorona.de sind Impfquote und Herdenimmunität wichtig. „Für die Impfquote gilt: Die Menschen werden durch die Corona-Schutzimpfung immunisiert. Bei der Herdenimmunität spielen auch die Genesenen eine Rolle. Das heißt: Je höher die Impfquote, desto ausgeprägter ist auch der Gemeinschaftsschutz.“ In diesem Rahmen habe das Robert Koch-Institut (RKI) eine Zielimpfquote modelliert: Demnach sei eine Zielimpfquote (Impfschutz durch vollständige Impfung) von 85 Prozent für die 12- bis 59-Jährigen sowie von 90 Prozent für Personen ab 60 Jahren notwendig, um die 7-Tage-Inzidenzen unter 100 beziehungsweise 50 Fälle pro 100.000 Personen zu halten.

Impfungen gegen das Coronavirus sind bei Hausärzten und in Impfzentren (beispielsweise am Geesthachter Dialogweg) möglich. Bei Letztgenannten können Termine über www.impfen-sh.de gebucht werden, zudem sind dort laut Land aktuell mittwochs bis sonntags von 13 bis 18 Uhr auch Impfungen ohne Termin möglich. Bei diesen so genannten OpenHouse-Angeboten werden alle verfügbaren Impfstoffe angeboten. In allen Impfzentren können Kinder ab 12 Jahren geimpft werden. Die Stadt Geesthacht informiert auf der Startseite ihrer Internetseite www.geesthacht.de unter dem Punkt „Corona Aktuell“ über die in Geesthacht geltenden Corona-Maßnahmen sowie die Verordnungen des Landes und die Impfangebote.

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