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© Stephan Darm 
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Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn

Um 1840 haben sich Hamburg (zu dem Geesthacht damals gehörte), Dänemark (zu dem das Kreisgebiet damals gehörte), Lübeck, Mecklenburg und Preußen auf eine Bahnlinie Hamburg-Berlin verständigt; aber sie hatten ihre Rechnung ohne die streitbaren Schiffer Geeshachts gemacht. Als diese hörten, daß die Bahnlinie über Geesthacht führen sollte, zogen sie angeblich „mit allerlei bedrohlichem Werkzeug“ zu Vogt Meyer. An der Haltung der Schiffer gab es nichts zu deuteln: „Du, de Hamborger kennt wi all, un de Berliners wöllt wi gornich kenn. Wenn de na Hamborg hendahl wöllt, denn könnt se herschippern. Dat geiht mit dem Strom.“ Das Veto wirkte. Da auch die geographische Lage ungünstig ist, wurde die Strecke über Büchen gebaut.
Jahre später dachte man in Geesthacht ganz anders: 1887 wurde ein Eisenbahn-Komitee gegründet, Bürger sammelten Geld und nahmen bei „Grog und Bier“ den Bau der Bahnlinie schon vorweg. Am 20. Dezember 1906 rollte der erste Zug zwischen Bergedorf und Geesthacht, offiziell wurde die Strecke erst am 1. Mai 1907 in Betrieb genommen. 1915 folgte das Gleis für die Dynamitfabrik Krümmel.
Ihre Glanzzeit erlebte die Bergedorf-Geesthachter-Eisenbahn (BGE) während der Weltkriege, vor allem als Zubringer für die Pulver- und Dynamitfabriken Düneberg und Krümmel: 1918 beförderte sie täglich bis zu 24 000 Menschen und etwa 1 700 Tonnen Güter. Nach 1945 machten die BGE-Busse der Bahn den Garaus: 1951 fuhren 1.8 Millionen Menschen mit der Bahn aber 4.7 Millionen in Omnibussen. Am 26. Oktober 1953 wurde der Personenverkehr per Bahn eingestellt; seither werden eigentlich nur noch Güter transportiert. An bestimmten Tagen im Jahr fährt heute allerdings wieder eine Bahn, die Museumsdampfeisenbahn der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn. An deren Verkehrstagen fahren Sonderzüge mit einer historischen Dampflok mit dem Namen „Karoline“ von Geesthacht nach Bergedorf und zurück. Alle Wagen verfügen über Wagen der 3. Klasse mit Personen,- Fahrrad- und Gepäckbeförderung.
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