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Dynamit

Am 10. Oktober 1865 kaufte Alfred Nobel zusammen mit Christian Bandmann und Theodor Winckler ein 42 Hektar großes Gelände, „Krümmel“ benannt, auf Gut Gülzow. Auf dem Krümmel wurde eine Nitroglyzerin-Fabrik errichtet, die bald für Ärger und Angst sorgte: „Nobels Patent-Sprenzöl“ läßt überall auf der Welt Fabriken, Schiffe und Lagerschuppen explodieren. Nur einen Monat nach der Errichtung der ersten Produktionsgebäude fliegt auch die Geesthachter Fabrik in die Luft.
Angeblich experimentierte Nobel daraufhin allein auf einer Schute bei Grünhof und erfindet im Spätherbst 1866 das Dynamit, indem er das als Verpackungsmaterial gebräuchliche Kieselgur (Rückstände der Kieselalgen) als Bindemittel für das flüssige Nitroglyzerin verwendete und es so in eine feste Form brachte. Die Sprengkraft verringerte sich dabei zwar um ein Viertel, aber das Dynamit ließ sich wesentlich sicherer handhaben und transportieren, weil es nur durch einen Zünder zur Explosion gebracht werden konnte. Das Dynamit ließ sich vielseitig verwenden, etwa für den Kanalbau bei Korinth, die Tunnels für die St.-Gotthard-Bahn oder die Entfernung der gefährlichen Felsen von Hellgate im East River bei New York, die unter Wasser gesprengt wurden.
Neben diesen Einsatzmöglichkeiten im zivilen Bereich wurde jedoch die militärische Nutzung immer bedeutsamer, wie der deutsch-französische Krieg 1870-71 zeigt.
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