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Frieden von Perleberg


Im Mittelalter pflegten die lauenburgischen Ritter den Überfall auf Kaufleute aus Hamburg und Lübeck als Zeitvertreib und Ertragsquelle. Um dem Unwesen des Raubrittertums ein Ende zu setzen, baten die Hansestädte die lauenburgischen Herzöge wiederholt um Unterstützung - es waren immerhin seine Untertanen, die die Überfälle übten. Es geschah trotz Versprechungen nichts. Im Juli 1420 sagten Hamburg und Lübeck die Fehde an. Eine Streitkraft von 800 Reitern, 2000 Fußsoldaten und 1000 Kanonen erschien vor dem damals lauenburgischen Ort Bergedorf. Nach kurzer Kampfdauer wurde die Feste genommen sowie die Raubritterfluchtorte Ripenburg und Kuddewörde zerstört. Die Parteien stellten mit dem Vertrag von Perleberg vom 23. August 1420 den Frieden wieder her. Durch diese Urkunde - ein Exemplar befindet sich heute im Archiv der Hansestadt Lübeck - verlor das Herzogtum Lauenburg Bergedorf, die Vierlande, die Vogtei Ripenburg mit Geesthacht und den halben Sachsenwald an die Siegermächte Lübeck und Hamburg. Bergedorf wurde zum Vewaltungs- und Herrschaftszentrum für Geesthacht. Erst 1937 kehrte Geesthacht infolge des Groß-Hamburg-Gesetzes zum Kreis Herzogtum Lauenburg zurück.

Der "Perleberger Vortrag"
Original im Archiv der Hansestadt Lübeck
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