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Die Entnahme von Grundwasser stellt im rechtlichen Sinne eine „Benutzung“ dar und ist grundsätzlich erlaubnispflichtig. Ausnahmen bestehen jedoch für die Entnahme von Grundwasser für einen einzelnen Haushalt, den privaten Garten, einen landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh oder für vorübergehende Entnahmen von geringer Menge. Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass von der Entnahme keine nachteilige Auswirkung zu erwarten ist. Inwieweit dies bei dem geplanten Vorhaben der Fall sein kann, sollte vor Beginn der Entnahme mit der zuständigen Stelle abgestimmt werden.

Darüber hinaus ist das Bohren von Brunnen als Erdaufschluss anzusehen. Für Bohrungen die weniger als 10 m in den Boden gehen ist jedoch in der Regel keine behördliche Meldung vorzunehmen. Die Durchführung von tieferen Bohrungen, egal für welchen Zweck, ist der zuständigen Stelle anzuzeigen. Die Behörde kann daraufhin gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers anordnen.

Zusätzlich müssen alle mit mechanischer Kraft angetriebenen Bohrungen nach dem Lagerstättengesetz von demjenigen, der eine solche Bohrung für sich selbst oder auf fremde Rechnung ausführt, dem Staatlichen Geologischen Dienst angezeigt werden.

Bohrungen, die mehr als 100 m in den Boden eindringen sollen, sind darüber hinaus nach Bundesberggesetz bei der zuständigen Bergbehörde anzuzeigen. Die Bergbehörde kann zum Schutz Beschäftigter oder Dritter oder wegen der Bedeutung des Betriebes die Vorlage eines Betriebsplanes verlangen.

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