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© Stephan Darm 
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Rundgang 1: Das historische Dorf



Vom Krügerschen Haus aus gehen sie links in die Schillerstraße und gelangen so nach einer weiteren Linksabbiegung in die Mühlenstraße. In dieser Straße wohnten einige Schiffer, die kleine Kätnerstellen als Nebenerwerb hatten. Geesthacht ist eben auch eine Elbstadt, die jahrhundertelang von der Fischerei und Schiffahrt abhängig war. Über den Kurzen Weg kommen Sie zur Hafenstraße (1), dem historischen Weg zum Geesthachter Hafen. 1868 angelegt, wurde der Hafen 1905 ausgebaut und galt als bester Winterhafen an der Oberelbe. Die Geesthachter Schiffer transportierten Holz, Busch für Stackanlagen, Steine und Korbmacherprodukte nach Hamburg. Zu sehen ist ebenfalls das "Hotel zur Post" (2), das Traditionslokal der Schiffer. Hier wurde in den 20er Jahren die Rumba in Geesthacht eingeführt: ein revolutionäres Ereignis!



Zwischen 1884 und 1904 befand sich die Kaiserliche Post in dem Gebäude.



Weiter die Elbstraße hoch kommen Sie an der 1685 erbauten St. Salvatoris-Kirche (3) vorbei mit ihrer schönen Steinmauer. Die Glocken sind älter als die Kirche: sie stammen aus dem Vorgänger, der Petri-Kirche (Schutzheiliger der Fischer, St. Petrus). Die St. Salvatoris-Kirche ist ein typischer lauenburgischer Fachwerkbau mit einem flachen hölzernen Turm. Gegenüber der Kirche sehen Sie den "ältesten Baum" Geesthachts, eine jahrhundertalte Eiche.



Über den Kirchenstieg erreichen Sie wieder die Bergedorfer Straße mit dem Hachede Park (4). Hier befand sich einst das schöne alte Pastorat, das 1928 beim großen Brand zerstört wurde.



Vom Hachede Park aus haben Sie einen guten Blick auf das "Hotel Stadt Hamburg" (5), den Sitz des Schützenvereins, mit einem großen Saal. Die Fassade ist typisch für Geesthachter Bauten der "Gründerzeit", als die Stadt Ausflugsziel für Hamburger war.



Am Hotel vorbei gelangen Sie in der Johannes-Ritter-Straße (6), die zum 1899 errichteten Krankenhaus Edmundsthal-Siemerswalde führt. Die Straße wurde nach dem langjährigen leitenden Arzt der Lungenheilstätte Dr. Johannes Ritter benannt. Das Krankenhaus, das nach wie vor der Stadt Hamburg gehört, wurde von dem Hamburger Kaufmann J.A. Siemers gestiftet. Die 56 ha große Waldfläche ist heute so etwas wie die "grüne Lunge" der Stadt.





Bei einem Abstecher über die Kleine Bergstraße (7), einen der schöneren Geesthachter Straßenzüge, können Sie im Hintergrund den Katzberg sehen, wo einst die Glasfabrik der Gebrüder Meyer und später eine Spankorbfabrik stand.



An der Fährstraße (8) angelangt biegen Sie links ab und sehen an der Ecke Johannes-Ritter-Straße ein altes Kätnerhaus, das von der bäuerlichen Vergangenheit zeugt. Schräg gegenüber sehen Sie die Gastwirtschaft "Lindenhof" (9), ein Traditionslokal, das seinen Charme nicht eingebüßt hat. Unter dem Haus befindet sich noch ein Eiskeller, der früher im Winter mit Elbeeis vollgepackt wurde, damit die Geesthachter auch im Sommer ein kaltes Bier trinken konnten. Über den Bandrieter Weg nähern Sie sich dem Rathaus von hinten.



Hier stand einst das erste Geesthachter Kino. Auf dem neu gestalteten Marktplatz (10) gelandet, sehen Sie die imposante Gründerzeitfassade des heutigen Polizeigebäudes, das seit einigen Jahren in dem ehemaligen "Deutschen Haus" untergebracht wird. In diesem Lokal, in dem bis 1985 ein Kino war, feierten "in den guten alten Zeiten" die Geesthachter und ihre Besucher feucht-fröhliche Nächte.



Auf dem Marktplatz befanden sich früher mehr als sechs Lokale! Wir laufen weiter an der Rathausstraße. An der Ecke Rathausstraße - Bandrieterweg war früher die erste Warmbadeanstalt (11) von Geesthacht.



Auf der linken Seite sehen Sie die alte Geesthachter Apotheke (12), die sich über die Jahre wenig verändert hat.



Weiter an der Rathausstraße entlang kommen Sie zum großen Platz an der Trift (13), wo früher der Geesthachter Viehmarkt stattfand. Hier kauften die Geesthachter ihre Schweine, ein damals notwendiges Tier. Daher stammt der Begriff "Sparschwein". Heute wird der Platz für den Wochenmarkt und - alljährlich - für den Jahrmarkt genutzt.



Sie biegen links in den Buntenskamp (14) und laufen somit zum Ausgangspunkt zurück. An der heutigen Geschäftsstraße sehen sie die große Buntenkampschule, die 1887 erbaut und über die Jahre erweitert wurde. Am Ende der Straße sehen Sie links das Krügersche Haus. Schräg gegenüber an der Schillerstraße steht ein Beispiel neuer Architektur in Geesthacht: das 1995 eröffnete "Kleine Theater Schillerstraße" (15), in dem Kino, Theater und Kleinkunst gezeigt wird.




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