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© Stephan Darm 
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1910 war es endlich so weit. Ein lang gehegter Wünsch der Geesthachter Sportler ging in Erfüllung – Im Rahmen des Erweiterungsbaues des Schulkomplexes Buntenskamp entstand eine Turnhalle. Ein Zeitzeuge bemerkte über den Bau: „Sehenswert ist die schöne, geräumige Turnhalle, mit ihrer Empore, dem Geräteraum und der reichen Turngeräte-Ausrüstung“.
Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert nahm die – im zeitgenössischen Worten – „Körperkultur“ in Geesthacht einen deutlichen Aufschwung. 1885 gründeten sich zwei Turnvereine – Gut Heil (bürgerlicher Verein) und der Turnerbund (Arbeiterverein). Nach 1900 begann, angeregt von jungen Lehrern, die Schule den Sport zu fördern. Ab 1907 trafen sich freiwillig Knaben und Lehrer, um im Behrenshegen Schleuderball und auf dem Sandfeld am Dösselbuschberg Fußball zu spielen. Es kam zu einer Ausweitung des Vereinsangebots durch Schlag- und Faustball sowie Tennis und Tamburin und für die Mädchen Volkstänze. 1909 entstand der Fußballverein „Sportklub Geesthacht von 1909“. Ein Zeitzeuge berichtet: „Neben den Turnspielen ging eine stärkere Betonung der ‚volkstümlichen Übungen’ her. Es fanden alljährlich Spielfeste mit Turnspielen und volkstümlichen Wettkämpfen statt“. 1912 kam der Ruderverein dazu.
Das Angebot an Spielplätzen musste mit der zunehmenden sportlichen Aktivitäten erweitert. Der Verein „Gut Heil“ mietete den großen Platz Ecke Landstraße/Norderstraße (heute: Jahnplatz), der Turnerbund mietete an der Lauenburger Straße Plätze und der Sportklub schuf sich am Hechtholz einen Fußballplatz. Die Einweihung der Turnhalle 1910 bildete die Krönung der neuen Sportstätten.
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