Hilfsnavigation
Rathaus
© Stephan Darm 
Quickmenu
Volltextsuche
Icon FacebookIcon TwitterIcon FlickrHilfe
Seiteninhalt

Ehrenmal Düneberg„Zigeuner“ ist die deutsche Bezeichnung für das Volk der Sinti und Roma, die Nachfolger einer ursprünglich nomadisierende ethnische Minderheit sind, die zwischen 800 und 1000 n. Chr. aus Nordwestindien nach Europa wanderten. Das Volk wurde von der sesshaften bürgerlichen Gesellschaft stets als bedrohlich, wenn nicht gerade gefährlich angesehen. Alte Edikte bezeichnen die Zigeuner als „Landplage, Kannibalen, Kindesräuber und Brunnenvergifter“. Bereits 1899 entstand eine „Zentrale zur Bekämpfung des Zigeuner-Unwesens“ in München. Die NS-Machthaber verstärkte die Verfolgung der Zigeuner durch die Einrichtung von Sammellagern nach 1933. Mit dem Ziel der “totalen Liquidierung“ befahl Heinrich Himmler im Dezember 1942 die Einweisung aller Zigeuner und Zigeuner-Mischlinge in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Insgesamt kostete die national-sozialistische Verfolgung mindestens 220 000 Zigeuner das Leben.


Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Geesthacht wurde nach heftigen Auseinandersetzungen im Kirchenvorstand 1985 auf dem St.-Salvatoris-Kirchhof aufgestellt. Auf dem Stein steht folgender Text: „Sinti und Roma mussten leiden und sterben. 1933-1945. Sorgt, die ihr im Leben steht, dass einer nun den anderen achte“. In dem Kopf des Denkmals befindet sich eine Kassette, die die Namen von 23 Sinti enthält. Es sind die im Dritten Reich ermordeten Mitglieder einer einzigen Großfamilie aus Schnakenbek, deren Überlebende nach Geesthacht zogen.

Zum Seitenanfang (nach oben)